Verbraucherzentrale: Neue Vorträge zum Thema “Heizungsaustausch”

Thermostat Heizung

(Verbraucherzentrale) Viele Hauseigentümer fragen sich, wann der richtige Zeitpunkt für den Heizungstausch ist und welche Anlage sie wählen sollen. Staatliche Förderungen mit Zuschüssen bis zu 45 Prozent tragen derzeit maßgeblich zur Entscheidung bei, die alte Technik zu ersetzen und mit erneuerbaren Energien zu heizen. André König, Energieexperte der Energieberatung der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt, erläutert, worauf beim Heizungstausch zu achten ist.

Für eine Modernisierung der Heizung sprechen viele Gründe: Oft ist die Heizleistung bereits vor oder auch nach einer Gebäudemodernisierung viel zu groß, oder die Reparatur der alten Heizung lohnt sich nicht mehr.

„Ein Heizungstausch sollte frühzeitig geplant werden, möglichst bevor die Heizung kaputt geht“, erläutert André König, Energieexperte der Verbraucherzentrale. Nach gut 20 Jahren ist die Lebensdauer eines Heizkessels in der Regel erreicht. Bei Heizungen, die älter als 15 Jahre sind, sollte man auf einen Ausfall vorbereitet sein. Mit einem ausreichend zeitlichen Vorlauf ist ein durchdachter Wechsel der Heiztechnik möglich, zum Beispiel von fossiler zu erneuerbarer Energie.

„Bei der Auswahl aktueller Heiztechniken hat man die Qual der Wahl zwischen verschiedenen Anlagetechnologien und Energieträgern“, weiß der Energieberater der Verbraucherzentrale. Das Spektrum der Wärmeerzeuger reicht von Wärmepumpe über Pelletheizung, Brennstoffzelle oder einem Blockheizkraftwerk (BHKW) bis hin zu verschiedenen hybriden Systemen. Aber nicht jede Heizung ist für jedes Haus und für jedes vorhandene Wärmeverteilsystem geeignet. Um diese individuelle Entscheidung eines Heizungstauschs leichter treffen zu können, hilft eine Energieberatung der Verbraucherzentrale.

Das Klimapaket der Bundesregierung, das Gesetze und Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Reduzierung der CO2-Emissionen bündelt, grenzt die Möglichkeiten der Heiztechniken ein. Den Kern des Pakets bildet eine CO2-Abgabe, die dafür sorgen soll, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Jährlich gestaffelt, steigt ab 2021 der Preis für fossile Energien pro Tonne CO2-Emissonen. Daraus folgt, dass Heizen mit Öl und Gas jedes Jahr teurer wird. Hinzu kommt, dass ab 2026 keine neuen Ölkessel mehr eingebaut werden dürfen. Mit Blick auf die ebenfalls hohen CO2-Emissionen ist davon auszugehen, dass dies mittelfristig auch für Gasheizungen gelten wird. Bei einer Investition, die mindestens 15 Jahre lang genutzt wird, sollte das berücksichtigt werden.

Ein Tipp der Energieberatung der Verbraucherzentrale:
Auch die Optimierung des Heizsystems wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert, wenn die Anlage älter als zwei Jahre ist. Der Heizungsaustausch selbst ist mit der neuen Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) förderfähig, wenn das Gebäude älter als fünf Jahre ist.

Bei Fragen zu Heizungstechnik und Fördermöglichkeiten hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale mit Ihrem umfangreichen Angebot weiter. Die Beratung findet online, telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch statt. Unsere Energie-Fachleute beraten anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind alle Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder kostenfrei unter 0800 – 809 802 400. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Folgende Online-Vorträge bietet die Verbraucherzentrale zum Thema Heizung an:

Thema: Heizungstechnik optimieren – Energieverbrauch senken:
Montag, 18. Oktober 2021, von 17:00 bis 18:30 Uhr
Infos und Anmeldung unter: https://www.verbraucherzentrale-sachsen-anhalt.de/veranstaltungen

Thema: Moderne Heiztechnik – Heizen mit erneuerbaren Energien:
Montag, 25. Oktober 2021, von 17:00 bis 18:30 Uhr
Infos und Anmeldung unter: https://www.verbraucherzentrale-sachsen-anhalt.de/veranstaltungen

Dienstag, 02. November 2021, von 18:00 bis 19.30 Uhr
Infos und Anmeldung (Volkshochschule Halle): https://www.vhs-halle.de/index.php?id=35&kathaupt=11&knr=W6h716-v