Sachsen-Anhalt hat bisher mehr als 21.465 Geflüchtete aufgenommen

Ukraineflagge

Magdeburg. MI/LSA. In Sachsen-Anhalt sind bisher 21.465 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine in den Landkreisen und kreisfreien Städten aufgenommen worden, darunter sind mindestens 2.360 Kinder im Kindergarten- und 5.470 Kinder im schulpflichtigen Alter (Stand: 02.05.2022, 15:00 Uhr). Hinzu kommen noch einige ukrainische Kriegsflüchtlinge, die bei Freunden, Verwandten oder hilfsbereiten Sachsen-Anhalterinnen und Sachen-Anhaltern privat untergekommen sind und noch nicht registriert wurden.

In den Zwischenunterbringungen des Landes sind derzeit insgesamt 125 Kriegsflüchtlinge untergebracht, davon mindestens zehn Kinder im Kindergarten- und 26 Kinder im schulpflichtigen Alter (Stand: 03.05.2022, 08:00 Uhr).

Bis Ende April (Stand 30.04.2022, 15:00 Uhr) haben die Landkreise und kreisfreien Städte mehr als 21.200 Flüchtlinge aufgenommen. Die Stadt Halle (Saale) erzielt mit 3.473 Unterbringungen nach Magdeburg (4.232 Aufnahmen) die zweithöchste Zahl an Aufnahmen Geflüchteter.

Damit gehört Sachsen-Anhalt weiterhin zu den Ländern, die mehr Menschen aus der Ukraine Schutz gewähren, als nach dem Königsteiner Schlüssel zu erbringen wäre. Nach aktueller Erfassung wurden gut 2.300 Kriegsflüchtlinge mehr aufgenommen als vorgesehen (Stand 03.05.2022). Grund dafür sind vor allem die ersten Wochen nach Kriegsbeginn, in denen besonders viele Menschen auf der Flucht vor Krieg und Zerstörung nach Sachsen‑Anhalt kamen. Durch ein bundesweit nunmehr neu eingeführtes Verteilungssystem soll zukünftig ein quotengerechter Ausgleich der Aufnahmen unter den Bundesländern sichergestellt werden. Dadurch erhält Sachsen-Anhalt aktuell keine durch den Bund gesteuerten Zugänge. Allerdings kommen weiterhin täglich Flüchtlinge im Land an, meist auf private Initiative.