Universität erhält neue Inklusionsvereinbarung

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Halle. MLU/CH. Die Inklusionsvereinbarung der Universität ist am Donnerstag unterzeichnet worden. Sie löst die Integrationsvereinbarung aus dem Jahr 2006 ab. Die Vereinbarung bietet eine ganzheitliche Grundlage für weitere Aktionspläne, die auf eine diskriminierungsfreie Teilhabe Beschäftigter und Studierender mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen abzielen.

Bereits einen Tag zuvor stand das Thema auf der Tagesordnung des Senats. Die Verhandlungsführerin Dr. Monika Lücke, Schwerbehinderten-Vertrauensfrau der Universität, erläuterte den Senatorinnen und Senatoren die Relevanz der neuen Inklusionsvereinbarung und führte umfassend zu allen Punkten aus. Sie erinnerte insbesondere daran, dass 4,93 Prozent der Beschäftigten schwerbehindert oder diesen gleich gestellt sind und dass bis zu 20 Prozent der Studierenden eine Behinderung haben oder chronisch krank sind.

Vertragspartner der Vereinbarung sind die Universitätsleitung, der Personalrat und die Schwerbehindertenvertretung, die Jugend- und Auszubildendenvertretung sowie der Studierendenrat. Deren Vertreterinnen und Vertreter unterzeichneten den Vertrag im Alten Senatssaal. Persönlich nicht anwesend sein konnten wegen anderer wichtiger Verpflichtungen die Inklusionsbeauftragte des Senats Prof. Dr. Kirsten Puhr sowie Rektor Prof. Dr. Christian Tietje. Beide hatten zuvor unterzeichnet; der Rektor hatte zudem im Senat allen Beteiligten großen Dank für ihr Engagement ausgesprochen.

Dem stimmte auch Anton Borrmann zu, der die Vereinbarung als Sprecher des Studierendenrates unterzeichnete: „Wir sind froh, dass die Studierenden auch inhaltlich Teil der Vereinbarung sind. Wir halten das für zeitgemäß, weil Studierende den Großteil der Universitätsangehörigen ausmachen, und hoffen, dass andere Hochschulen nachziehen, auch wenn wir uns im Findungsprozess einiges anders vorgestellt hätten.“

Die Inklusionsvereinbarung tritt am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Universität in Kraft.

Autorin: Manuela Bank-Zillmann