Halle/StatLa. Im Jahr 2025 ereigneten sich in Sachsen-Anhalt 48 Unfälle beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen und bei deren Beförderung. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, war das ein Unfall weniger als im Vorjahr.
Wiedergewinnungsquote bei 98,6 %
Bei den gemeldeten 48 Unfällen wurden insgesamt 1.091,8 m³ wassergefährdende Stoffe freigesetzt (2024: 681,7 m3), wiedergewonnen wurden 1.076,4 m³ (2024: 678,0 m3). Daraus ergibt sich eine Wiedergewinnungsquote von 98,6 % für 2025 (2024: 99,4 %).
Beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen ereigneten sich 19 Unfälle (2024: 17). Dabei wurden 1.043,5 m³ wassergefährdende Stoffe freigesetzt. Die Wiedergewinnungsquote lag bei 98,6 % (2024: 99,4 %). Bei den 29 Unfällen bei der Beförderung dieser Stoffe (2024: 32) wurden 48,3 m³ wassergefährdende Stoffe freigesetzt. 98,9 % dieser Stoffe wurden wiedergewonnen (2024: 99,5 %).
Hauptursache menschliches Fehlverhalten
Von den 48 Unfällen waren 26 auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen und 9 auf Materialmängel. Bei 27 Unfällen wurden Böden durch Eindringen in das Erdreich verunreinigt, bei 25 Unfällen versiegelte und befestigte Flächen und bei 15 Unfällen Oberflächengewässer. Es gab 2025 einen Unfall mit wassergefährdenden Stoffen in Sachsen-Anhalt, der ein Fischsterben auslöste.
Umwelteintrag 7,2 m³ Mineralölprodukte und 1.084,6 m³ andere Stoffe
Mit 1.084,6 m³ (99,3 %) waren es vor allem andere Stoffe, zu denen auch Jauche, Gülle und Silagesickersaft zählten, die als wassergefährdende Stoffe in die Umwelt gelangten. Die restlichen 0,7 % (7,2 m³) waren Mineralölprodukte. Bei 31 Unfällen konnten durch getroffene Sofort- bzw. Folgemaßnahmen die freigesetzten Stoffe vollständig wiedergewonnen werden.