Fraktion SPD & FW will Wohnungslosenhilfe weiterentwickeln

Wärmestube
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Wärmestube und Ehrenamt stärken 

Halle. SPD/FW. Die Fraktion SPD & Freie Wähler Halle (Saale) hat einen Antrag zur Weiterentwicklung der Wohnungslosenhilfe und zur Stärkung des Ehrenamts in der Wärmestube eingebracht. Die Stadtverwaltung soll gemeinsam mit der Evangelischen Stadtmission Halle e. V. und weiteren Trägern prüfen, wie bestehende Hilfsangebote besser aufeinander abgestimmt, Versorgungslücken geschlossen und ehrenamtlich Engagierte gezielter unterstützt werden können.

Eric Odrian Eigendorf, Vorsitzender der Fraktion SPD & FW Halle (Saale), erklärt dazu: „Wohnungs- und Obdachlosigkeit gehören zu den sozialen Fragen, bei denen eine Stadt besonders genau hinschauen muss. Es geht um Menschen in schwierigen Lebenslagen, die verlässliche Anlaufstellen, niedrigschwellige Hilfe und klare Informationen brauchen. Die Stadt Halle (Saale) leistet im Bereich der Wohnungslosen- und Obdachlosenhilfe wichtige und engagierte Arbeit. Dafür verdient die Stadtverwaltung Anerkennung und ein großes Lob. Unser Antrag knüpft ausdrücklich an bestehende Strukturen an: an das Bündnis „Wohnungslosigkeit überwinden“, an die Arbeit der freien Träger und an die laufenden Abstimmungen in der Stadt. Wir wollen keine Doppelstrukturen schaffen und auch nicht in die Eigenverantwortung der Träger eingreifen. Im Gegenteil: Gerade weil die Träger die konkrete Arbeit vor Ort leisten, muss gemeinsam mit ihnen geprüft werden, wo Angebote besser ineinandergreifen, wie Lücken an Wochenenden, Feiertagen oder in Hitze- und Kälteperioden geschlossen werden können und welche Maßnahmen ohne zusätzliche Haushaltsmittel möglich sind.“

Dr. Silke Burkert, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion SPD & FW Halle (Saale): „Die Wärmestube der Evangelischen Stadtmission ist für viele Menschen eine wichtige Erstanlaufstelle. Gleichzeitig wird ihre Arbeit in erheblichem Umfang durch Ehrenamtliche getragen. Dieses Engagement verdient nicht nur Anerkennung, sondern auch praktische Unterstützung. Wenn Menschen sich dort einbringen, dürfen Fahrtkosten, Arbeitskleidung oder andere einsatzbezogene Aufwendungen nicht zur privaten Belastung werden. Halle verfügt bereits über Instrumente der Engagementförderung, die dafür stärker genutzt werden können. Ebenso ist es sinnvoll, die laufende Überarbeitung der städtischen Förderrichtlinie Soziales und Gesundheit verstärkt mit den tatsächlichen Bedarfen in der Wohnungslosenhilfe zusammenzudenken. Unser Antrag ist deshalb kein Eingriff in die Arbeit freier Träger, sondern ein Angebot zur gemeinsamen Weiterentwicklung. Wer vorhandene Strukturen stärken will, muss Bedarfe, Zuständigkeiten und Finanzierungsmöglichkeiten transparent prüfen.“