SPD Halle fordert Fortschreibung des Wirtschaftsförderungskonzeptes

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Halle/SPD. Die SPD-Fraktion Stadt Halle (Saale) hat einen Antrag zur Fortschreibung des Wirtschaftsförderungskonzeptes in den Ausschuss für Planungsangelegenheiten (14.04.2026) und Stadtentwicklung sowie den Ausschuss für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung (15.04.2026) eingebracht. Im federführenden Wirtschaftsausschuss erhielt der Antrag Zustimmung.

Ziel ist es, die wirtschaftspolitische Steuerung der Stadt auf eine aktuelle und tragfähige Grundlage zu stellen. Das bestehende Konzept basiert im Kern auf dem Jahr 2016 und wurde trotz veränderter Rahmenbedingungen bislang nicht fortgeschrieben. Gleichzeitig haben sich die wirtschaftlichen, geopolitischen und strukturellen Herausforderungen deutlich verschärft.

Der Antrag sieht vor, zentrale Themen wie Flächenentwicklung, Fachkräftesicherung, Innovation, nachhaltige Transformation und die Stärkung der Innenstadt strategisch zu verankern und die Zusammenarbeit der relevanten Akteur:innen zu verbessern.

Eric Eigendorf, Vorsitzender der SPD-Fraktion Stadt Halle (Saale), erklärte dazu: „Wirtschaftsförderung ist kein kurzfristiges Reagieren auf Entwicklungen, sondern muss strategisch angelegt sein. Halle steht vor erheblichen Herausforderungen, hat aber gleichzeitig auch große Chancen, etwa im Bereich wissensbasierter Wirtschaft und neuer Technologien. Damit wir diese Potenziale heben können, brauchen wir ein aktuelles, politisch legitimiertes Konzept mit klaren Zielen und Prioritäten. Ein reiner Wirtschaftsbericht, wie es sich der OB vorstellt, kann das nicht leisten. Gerade weil Wirtschaftsförderung unter dem Oberbürgermeister zur Chefsache erklärt wurde, erwarten wir auch eine entsprechende strategische Untersetzung durch die Stadtverwaltung. Es geht darum, die Stadt in die Lage zu versetzen, vorausschauend zu handeln und auf Augenhöhe mit Unternehmen zu agieren.“

Torsten Schiedung, Stadtrat und wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion: „Halle hat weiterhin strukturelle Defizite, etwa bei Wertschöpfung, Steuerkraft und Unternehmensdichte. Gleichzeitig sehen wir positive Entwicklungen, die wir gezielt stärken müssen. Eine moderne Wirtschaftsstrategie hilft uns, Ressourcen besser zu steuern, Investitionen zu priorisieren und die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes zu erhöhen. Ohne eine solche strategische Grundlage besteht die Gefahr, dass Entscheidungen isoliert getroffen werden und notwendige Entwicklungen nicht konsequent vorangebracht werden. Unser Ziel ist ein klarer Orientierungsrahmen, der wirtschaftliche Entwicklung, Beschäftigung und Lebensqualität in Halle langfristig sichert.“