MLU hat ihre Hausordnung überarbeitet

Martin-Luther-Universität
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Die Hausordnung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg wurde nach rund 25 Jahren grundlegend überarbeitet, um sie an aktuelle Entwicklungen anzupassen. Die Hausordnung legt die grundlegenden Regeln für das Miteinander auf dem Campus fest und schafft Orientierung für Studium, Lehre und Arbeit.

Im Zuge einer nun stattgefundenen allgemeinen Überprüfung von Strukturen und Prozessen wurde deutlich, dass viele Regelungen nicht mehr dem heutigen Stand entsprechen. Neue Themen wie der Umgang mit Drohnen auf dem Campus machten eine Aktualisierung ebenso notwendig, wie gesellschaftliche Veränderungen.

Respekt, Toleranz & Sensibilität

Ein besonderer Fokus liegt nun auf einem respektvollen und toleranten Miteinander. Diese Werte sind Teil des Selbstverständnisses der Universität und wurden bewusst stärker in der Hausordnung verankert. Gleichzeitig wurden verfassungswidrige sowie fremdenfeindliche Symbole und Ausdrucksformen ausdrücklich untersagt, um klare Grenzen zu setzen und Orientierung im Umgang miteinander zu geben. Konkrete Einzelfälle waren dabei weniger ausschlaggebend als vielmehr das Ziel, Sensibilität zu schaffen und im Zweifel handlungsfähig zu sein.

Die Hausordnung dient im Alltag vor allem als Orientierung und Rückhalt für Beschäftigte und Studierende. Sie schafft eine verbindliche Grundlage, um bei Regelverstößen reagieren zu können. Neu ist unter anderem auch eine Einschränkung klassischer politischer Wahlwerbung auf dem Campus in einem Zeitraum von sechs Monaten vor Wahlen, um die Neutralität der Universität zu wahren, ohne den offenen Diskurs einzuschränken.

Insgesamt handelt es sich weniger um einen grundlegenden Umbruch als um eine Präzisierung und Ergänzung bestehender Praxis. Themen wie Sicherheit, das Freihalten von Rettungswegen oder das Melden von Schäden wurden klarer geregelt. Auch die Nutzung von Räumen für Veranstaltungen mit größerem öffentlichen Interesse wurde detaillierter beschrieben. Die überarbeitete Hausordnung bietet damit einen zeitgemäßen Rahmen für den Universitätsalltag und ermöglicht es, bei Bedarf konsequent zu handeln.

Wichtige Inhalte:

  • Umgang und Verhalten (z.B. respektvoller Umgang, gegenseitige Rücksichtnahme)
  • Nutzung von Gebäuden und Flächen (Hörsäle, Arbeitsräume, Aushänge, Veranstaltungen)
  • Umgang mit politischen und gesellschaftlichen Themen (z.B. Bannmeile vor parteipolitischen Wahlen)
  • Sicherheit und Ordnung (z. B. Brandschutz, Fluchtwege, Verhalten bei Gefahren)
  • Verantwortung aller Universitätsangehörigen (z. B. Melden von Schäden oder Störungen, Einhaltung der Regeln)

Link: https://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/ABL/2026/26_04_00.pdf