Herbstferien 2026: Weniger Kurztrips, aber volle Hauptrouten

Autobahn
© H@llAnzeiger

Halle/DAb. Mit dem Beginn der Herbstferien in den ersten Bundesländern nahm Anfang Oktober auch das Reiseaufkommen auf den Autobahnen wieder zu. Besonders an den Wochenenden sowie auf den Strecken in Richtung Küsten, Mittelgebirge und Alpenregionen ist im Oktober vielerorts mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen.

Nach Einschätzung der Autobahn GmbH dürfte der Reiseverkehr in den Herbstferien dieses Jahr insgesamt etwas geringer ausfallen als 2025. Grundlage der Einschätzung sind Erfahrungswerte aus den Vorjahren sowie die diesjährige Ferien- und Feiertagskonstellation. Da der Tag der Deutschen Einheit, der Reformationstag und Allerheiligen auf ein Wochenende fallen, bieten sich weniger Gelegenheiten für verlängerte Wochenenden und Kurzurlaube.

In den Herbstferien liegt der Reiseverkehr auf den Autobahnen typischerweise deutlich unter dem Niveau der Sommerferien, kann jedoch regional an einzelnen Tagen ähnlich stark ausfallen wie in den Sommerferien. Behinderungen können insbesondere durch die Überlagerung von Ferien- und Pendlerverkehr, hohes Verkehrsaufkommen sowie bestehende Baustellen entstehen. Nachfolgend sind die einzelnen Wochen bis Mitte November aufgeführt, die entweder unmittelbar oder mittelbar einen Einfluss auf die Autobahnverkehr in Mitteldeutschland haben können.

Prognosen

Woche vom 12. bis 18. Oktober

Die Woche vom 12. bis 18. Oktober dürfte zu den verkehrsreichsten in der Herbstsaison gehören. Während in mehreren Bundesländern die zweite Ferienwoche beginnt, starten rund um das Wochenende die Ferien in sechs weiteren Bundesländern: zunächst in Mecklenburg-Vorpommern, dann in Nordrhein-Westfalen und schließlich in Berlin, Brandenburg, Hamburg und Sachsen-Anhalt. Nun überlagern sich zahlreiche Verkehrsströme: neue Urlaubsreisen, Ferienortswechsel sowie erste Rückreisen. Entsprechend weist der Ferienreisekalender für Freitag, 16. Oktober, und Samstag, 17. Oktober, eine besonders hohe Belastungsstufe aus. Auf vielen Fernverkehrsachsen ist mit deutlich längeren Fahrtzeiten zu rechnen.

Woche vom 19. bis 25. Oktober

Die Woche vom 19. bis 25. Oktober ist vor allem durch den Heimreiseverkehr geprägt. Der bevorstehende Ferienbeginn in Baden- Württemberg führt vor allem in Süddeutschland zu einem leicht erhöhten Reiseverkehr am Freitag, 23. Oktober, und am Samstag, 24. Oktober. Deutlich voller wird es am Sonntag, 25. Oktober, auf den Fernstraßen zugehen, denn dann starten zahlreiche Bundesländer wieder den Schulbetrieb.

Woche vom 26. Oktober bis 1. November

Das Wochenende um den Reformationstag und Allerheiligen steht vor allem im Zeichen umfangreicher Rückreiseverkehre aus unterschiedlichen Bundesländern. Da die beiden regionalen Feiertage diesmal auf einen Samstag bzw. Sonntag fallen, sind deutlich weniger Wochenendausflügler unterwegs. Gleichwohl sorgen die in Bayern beginnenden Herbstferien vor allem am Freitag, 30. Oktober, für deutlich mehr Verkehr in Süddeutschland. Während für Samstag, 31. Oktober, nur leicht erhöhter Verkehr erwartet wird, könnte es am Sonntag, 1. November, nochmals zu einer hohen Verkehrsbelastung kommen. Vor allem auf Autobahnen, die von Süden in Richtung Westen und Norden führen, müssen sich Reisende auf Staus und Behinderungen einstellen.

Woche vom 2. bis 8. November

Bundesweit entspannt sich die Verkehrslage in der ersten Novemberwoche zunehmend. Leicht erhöhter Reiseverkehr wird nur noch am Freitag, 6. November, und am Samstag, 7. November, vor allem durch die endenden Herbstferien in Bayern erwartet. Mit größeren Staus muss nicht gerechnet werden.

Hilfreiche Tipps

  • Im Herbst kann Nebel die Sicht insbesondere in den Morgen- und Abendstunden stark einschränken. Passen Sie die Beleuchtung bitte entsprechend den Sichtverhältnissen an.
  • Dasselbe gilt für die Bereifung: Erster Frost in den frühen Morgenstunden kann zu ebenso zu glatten Fahrbahnen führen wie starker Regen. Eine gute Bereifung kombiniert mit angepasster Geschwindigkeit sind gute Voraussetzungen für eine sichere Fahrt durch die Übergangszeit.
  • Informieren Sie sich vorab über Baustellen und Sperrungen auf Ihrer Route.
  • Starten Sie ausgeruht in die Reise, sorgen Sie für ausreichend Getränke und Essen an Bord.
  • Planen Sie ausreichend lange Pausen ein und wechseln Sie sich – wenn möglich – in kurzen Zeitabständen beim Fahren ab.
  • Meiden Sie, soweit möglich, die Ballungsräume an den Werktagen zur Rushhour (morgens von 7 bis 9 Uhr, nachmittags von 16 bis 19 Uhr).
  • Beachten Sie im Falle von Umleitungen die Empfehlungen der dynamischen Wegweisung auf den Schilderbrücken.
  • Denken Sie daran, dass Sie bei Staus oder stockendem Verkehr verpflichtet sind, eine Rettungsgasse zu bilden, damit Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte schnell ihren Einsatzort erreichen können.