Halle/PSt. Am gestrigen Dienstagabend hatte die Stadt gemeinsam mit der Impulsgeberin für den Austausch zur Situation in der Richard-Paulick-Straße, der Adolph-Menzel-Straße und dem Walter-Gropius-Weg genau dieses Format gewählt. Anfragenden Medien war das Gesprächsformat vorab mitgeteilt und von der Stadt um Verständnis gebeten worden.
„Mir ist es wichtig, mit den Einwohnerinnen und Einwohnern im Gespräch zu sein, ihre Hinweise zu Umständen in ihren Viertel zu kennen, zu besprechen und mögliche Lösungen anzubieten. Das gelingt insbesondere, wenn die Atmosphäre vertrauensvoll und sachlich ist. Dann kann gegenseitiges Zuhören und das Erarbeiten von Lösungen optimal gelingen“, sagt Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt.
In der Grundschule Kastanienallee diskutierten Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt, der unter anderem vom Beigeordneten für Stadtentwicklung und Umwelt, dem Leiter des Fachbereiches Sicherheit, der Leiterin des Fachbereiches Gesundheitsamt und dem Leiter des Dienstleistungszentrums Stadtgesellschaft und Klimaschutz begleitet wurde, mit Anwohnerinnen und Anwohnern zu aktuellen und immer wiederkehrenden Problemlagen vor Ort. An der Gesprächsrunde nahmen auch Vertreter der Polizei, des städtischen Quartiermanagements und der städtischen Wohnungsgenossenschaft GWG teil.
Austausch zu Sauberkeit, Verkehr und Wohnumfeld
In dem rund zweistündigen, sachlich geführten Austausch, zu den sich rund 60 Anwohnerinnen und Anwohner eingefunden hatten, wurden die Themen illegale Müllablagerung, Wohnumfeld, Verkehrsverstöße, Sauberkeit und Rattenbefall besprochen. Im Ergebnis bearbeiten Verwaltung, Polizei und GWG unter anderem folgende Hinweise der Anwohnerschaft: Geschwindigkeits- und Parküberwachung, konsequentes Leeren der Mülleimer und die Prüfung des Einsatzes von verschließbaren Mülleimern (Kontext Ratten). Zudem nahm die Stadt Hinweise zur Verbesserung der Sauberkeit rund um den Kirchteich und illegalem Grillen im Südpark auf.
Unstrittig ist die Verantwortung des Eigentümers der Wohnblöcke und ihres Umfeldes. Die Stadt wird säumige Eigentümer bzw. deren Verwaltungen konsequent dazu auffordern, ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Werden bestehende Pflichten nicht erfüllt, wird die Stadt im Rahmen ihrer rechtlichen Möglichkeiten die notwendigen Maßnahmen ergreifen.
Task Force „Saubere Stadt“ wird gestärkt
Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt sicherte zu, die städtische Task Force „Saubere Stadt“ zu stärken und personell weiter zu untersetzen. Die Task Force wurde im vergangenen Jahr eingerichtet, um die Stadtsauberkeit, Ordnung und Verkehrssicherheit im öffentlichen Raum nachhaltig zu verbessern. Seit ihrer Einrichtung wurden insgesamt 1.542 Sachverhalte aufgenommen und erfolgreich bearbeitet. Die Einsatzschwerpunkte liegen insbesondere in der Beseitigung von Müll und Gefahrenstellen im öffentlichen Verkehrsraum und der Wiederherstellung der Verkehrssicherheit. Im Zeitraum vom 1. Januar 2026 bis 6. August 2026 wurden 806 Sachverhalte bearbeitet.
Die bearbeiteten Sachverhalte verteilen sich auf folgende Einsatzbereiche:
Maßnahme / Anzahl
- Beseitigung von Müll im öffentlichen Verkehrsraum / 504
- Entfernung von Schrotträdern / 93
- Reinigung von Verkehrszeichen / 51
- Beseitigung von Grünwuchs zur Verkehrssicherung / 47
- Entfernung von Einkaufswagen aus dem öffentlichen Verkehrsraum / 40
- Sonstige Mängelbeseitigungen / 24
- Maßnahmen der Gefahrenabwehr (u. a. Beseitigung staatsfeindlicher Schmierereien, Glasbruch sowie Öl- und Fettverschmutzungen) / 13
- Entfernung von E-Schrott / 9
- Reinigung von Geh- und Radwegen / 9
- Graffitibeseitigungen / 6
- Beseitigung von Grünwuchs aus Grundstücken / 5
- Reinigung von Parktaschen / 4
- Sicherstellung eines Fahrrades / 1