Update 17 Uhr: Kurz vor Beginn der für kommenden Montag und Dienstag angekündigten Arbeitskämpfe legt die Geschäftsführung der PNVG ein Angebot vor, um den Tarifkonflikt beizulegen. Mit Erfolg – die Gewerkschaft ver.di zieht den Streikaufruf zurück.
Ursprüngliche Meldung vom Morgen:
Leipzig/verdi. Im Rahmen der laufenden Tarifrunde zu den Entgelten der rund 140 Beschäftigten der Personennahverkehrsgesellschaft Merseburg-Querfurt (PNVG) ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) für Montag, den 17. August 2026, bis Dienstag, den 18. August 2026 zum Warnstreik auf. Von der zweitägigen Arbeitsniederlegung betroffen sind beide Betriebshöfe des Unternehmens.
Am Dienstag, den 04.08.2026, sind die Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft ver.di und der PNVG ohne Ergebnis beendet worden. Weil die Geschäftsführung auch in den letzten beiden Verhandlungsrunden an ihrer Blockadehaltung festgehalten hat, sieht sich ver.di nun erstmals seit 1997 zu Arbeitskämpfen gezwungen.
Hintergrund
Ab dem 01.03.2027 bekommen Busfahrer:innen der PNVG Merseburg-Querfurt für Ihre Arbeit, wenn man alle anderen Regelungen außer Acht lässt in der jeweiligen Endstufe lediglich 0,4 % mehr als die Beschäftigten z.B. der HAVAG und der PVG Burgenlandkreis. Eine durch die Arbeitgeberseite geforderte Angleichung ist aus diesem Grund perspektivisch nachvollziehbar. Gleichzeitig stiegen die Verbraucherpreise zuletzt um 2,8 %. Durch geplante Maßnahmen der Bundesregierung u.a. im Gesundheitswesen, Mehrkosten bei Miete, Heizen und Fahrtwege steigt die Belastung für Beschäftigte in den nächsten Monaten und Jahren weiter an. ver.di fordert nichts weiter, als das auf dem Weg der Angleichung zu berücksichtigen und die Beschäftigten etwas zu entlasten.
Ursprüngliche Forderung in der Tarifrunde:
- Erhöhung der Tabellenentgelte um 270 Euro pro Monat