Jedes Jahr stellt sich die Frage, was wir eigentlich an Ostern feiern. Zum Osterfest feiern Christen die Auferstehung von Jesus Christus von den Toten. Da Ostern in den Frühling fällt, wird es deshalb auch als Fest des Neubeginns und der Natur gesehen.
Das Datum des Osterfestes hängt vom Mondkalender ab und liegt daher in jedem Jahr anders. Es wird immer am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling gefeiert, wobei als Ausgangspunkt der kirchliche Frühlingsanfang am 21. März dient.
Die Tage rund um Ostern
Gründonnerstag
Der Gründonnerstag erinnert an das Abendmahl, das Jesus am Vorabend seines Todes mit seinen zwölf Jüngern gefeiert hat. Später am Abend fiel er seinen Verfolgern in die Hände, weil sein Jünger Judas ihn verraten hatte. Der Ursprung des Namens Gründonnerstag ist nicht eindeutig geklärt. Er könnte auf die alt- und mittelhochdeutschen Wörter “grunen” und “grinan” zurückgehen, die “wehklagen” oder “weinen” bedeuten.
Karfreitag
“Kar” wird abgeleitet von einem Wort, das Klage, Elend oder Trauer bedeutet. Am Karfreitag wurde Jesus zum Tode verurteilt und an das Kreuz genagelt. Übrigens: Die Hinrichtungsform der Kreuzigung war in der Antike sehr verbreitet und entsprach römischem Recht.
Karsamstag
Der Karsamstag, auch Ostersonnabend genannt, ist der Tag der Grabesruhe.
Ostersonntag
Am Ostersonntag feiern Christen die Auferstehung Jesu. Nach dem Matthäus-Evangelium wälzte ein Engel den Stein, mit dem das Grab Jesu verschlossen war, zur Seite. Das Grab war leer. Der Engel verkündete, dass Jesus auferstanden sei. Dieses Ereignis steht im Christentum für Hoffnung, neues Leben und den Sieg über den Tod.
Ostermontag
Der Ostermontag erinnert an die Erscheinung des auferstandenen Jesus vor den Menschen. Er vertieft die Freude über die Auferstehung Jesu und ist ein freier Tag, um Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen.
Warum Eier, und warum versteckt der Hase sie?
Die Tradition des “eierbringenden Osterhasens” ist aus einzelnen Traditionen zusammengewachsen.
Eier stehen seit Jahrhunderten als Symbol für die Fruchtbarkeit und das Leben. Da man Eier im Christentum während der Fastenzeit nicht verzehren durfte, wurden sie haltbar gemacht und bis zum Osterfest aufbewahrt. Auch der Hase gilt aufgrund seiner raschen Vermehrung als Symbol der Fruchtbarkeit und des Frühlings, da man sie zu dieser Zeit vermehrt auf den Feldern rumhoppeln sieht. Irgendwann entstand die Idee, dass der Osterhase die Eier versteckt und somit wurde er zu einer Fantasiefigur.
Dass die Eier zu Ostern bunt sind, rührt daher, dass sie im Zuge der Haltbarmachung während der Fastenzeit beim Kochen eingefärbt wurden, um diese von rohen Eiern unterscheiden zu können.