Magdeburg/AOK. Kürzere Tage, weniger Sonnenlicht und nasskaltes Wetter machen vielen Menschen im Herbst zu schaffen. Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Stimmungsschwankungen gehören für viele zur dunklen Jahreszeit dazu. Die AOK Sachsen-Anhalt zeigt, wie Betroffene mit einfachen Veränderungen im Alltag ihr Energielevel steigern und dem sogenannten Herbstblues entgegenwirken können.
Was gegen den Herbstblues hilft
Der Herbstblues ist eine leichte Form jahreszeitlich bedingter Stimmungsschwankungen. Ursache ist vor allem der Mangel an Tageslicht. Dadurch produziert der Körper weniger Serotonin, das als „Glückshormon“ gilt, und gleichzeitig mehr Melatonin, das müde macht. Typische Folgen sind Energielosigkeit, Konzentrationsprobleme, Antriebsschwäche und eine gedrückte Stimmung.
„Die AOK Sachsen-Anhalt empfiehlt, gerade in den Herbst- und Wintermonaten auf ausreichend Bewegung zu achten. Bereits regelmäßige Spaziergänge oder kurze Sporteinheiten können die Stimmung verbessern und neue Energie schenken“, sagt Michael Schwarze, Regionalsprecher der AOK Sachsen-Anhalt. Auch möglichst viel Zeit im Tageslicht wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden aus. Selbst an bewölkten Tagen kann ein Aufenthalt im Freien helfen, den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus zu stabilisieren.
Ebenso wichtig sind feste Schlafenszeiten und eine ausgewogene Ernährung. Vollkornprodukte, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Nüsse versorgen den Körper mit wichtigen Nährstoffen und unterstützen ein konstantes Energieniveau. Omega-3-Fettsäuren und eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D können zusätzlich dazu beitragen, die Stimmung zu stabilisieren.
Auch soziale Kontakte spielen eine wichtige Rolle. Schwarze: „Gemeinsame Aktivitäten mit Familie, Freunden oder Kollegen fördern das emotionale Wohlbefinden und helfen dabei, Antriebslosigkeit und Rückzugstendenzen entgegenzuwirken.“ Darüber hinaus können kleine persönliche Auszeiten wie ein gutes Buch, ein warmes Bad oder andere bewusste Wohlfühlrituale dazu beitragen, neue Kraft zu schöpfen.
Wann ärztlicher Rat sinnvoll ist
Der „Herbstblues“ geht in der Regel vorüber. Halten Beschwerden jedoch länger als zwei Wochen an oder beeinträchtigen sie den Alltag erheblich, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Schlafstörungen, anhaltende Hoffnungslosigkeit oder starke Niedergeschlagenheit können Hinweise darauf sein, dass mehr als ein saisonales Stimmungstief vorliegt.