Polizeimeldungen vom Sonntag, 26.04.2026

Polizei Bericht
© H@llAnzeiger

Polizeirevier Halle (Saale)

Polizeiliche Maßnahmen nach Bedrohung
In Halle (Saale) wurde eine Bedrohung angezeigt, die sich bereits am Freitagnachmittag in einem Mehrfamilienhaus ereignet haben soll. Nach Angaben eines 40-jährigen Deutschen kam es in einer Wohnung zu einem Vorfall. Nach dieser angezeigten Bedrohung in Trotha wurden umfangreiche polizeiliche Maßnahmen eingeleitet. Durch richterlichen Beschluss erfolgte die Durchsuchung der Wohnung des 54-jährigen deutschen Tatverdächtigen, Befragungen sowie die Sicherstellung von mehreren Waffen und dazugehöriger Munition. Auch spezialisierte Kräfte aus Magdeburg unterstützten die Maßnahmen, darunter beim Zugang zur Wohnung. Gefahrenabwehrende Maßnahmen wurden durchgeführt, darunter eine Gefährderansprache sowie die Information an die zuständige Waffenbehörde. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Körperliche Auseinandersetzung nach Ladendiebstahl
Am Samstagnachmittag kam es in einem Einkaufsmarkt in der Neustädter Passage zu einem Vorfall im Zusammenhang mit einem Ladendiebstahl. Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes beobachtete, wie ein 33-jähriger aus der Ukraine Waren in einen Rucksack steckte und anschließend das Geschäft verließ. Beim anschließenden Ansprechen durch den Mitarbeiter kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung, bei welcher der Mitarbeiter leicht verletzt wurde. Er wurde zur medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Der Tatverdächtige konnte im Nahbereich angetroffen werden. Ein Atemalkoholtest ergab eine immense Alkoholisierung. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann aus entlassen. Gegen ihn wurde ein Platzverweis ausgesprochen. Die Ermittlungen dauern an.

Polizeirevier Saalekreis

Verkehrsunfälle
Am Samstagvormittag, gegen 10.00 Uhr, kam es in Merseburg im Bereich der Teichstraße/Geusaer Straße zu einem Verkehrsunfall zwischen einem 66-jährigen deutschen Autofahrer und einer 72-jährigen deutschen Fahrradfahrerin. Die Frau wurde dabei schwer verletzt und in eine Klinik eingeliefert. Es entstand Sachschaden. Ermittlungen zum Unfallhergang sind eingeleitet.

Am Samstagabend, gegen 20.45 Uhr, kam es im Bereich Querfurt zu einem Verkehrsunfall. Einsatzkräfte stellten ein Kraftrad fest und beabsichtigten eine Kontrolle. Der 20-jährige deutsche Fahrer entzog sich der Maßnahme, kam im weiteren Verlauf von der Fahrbahn ab und stürzte. Dabei zog er sich leichte Verletzungen zu. Eine medizinische Behandlung wurde nicht in Anspruch genommen. Zum Zusammenstoß mit dem Polizeifahrzeug kam es nicht. Nach bisherigen Erkenntnissen war das Motorrad weder zugelassen noch versichert. Zudem verfügte der Fahrer nicht über eine gültige Fahrerlaubnis. Der entstandene Sachschaden am Fahrzeug wird auf etwa 800 Euro geschätzt. Das Motorrad wurde an den Fahrzeughalter übergeben. Die Unfallaufnahme erfolgte durch spezialisierte Kräfte. Alle notwendigen vor Ort erlangten Erkenntnisse werden nun ermittelt.

Am Samstagnachmittag, gegen 13.40 Uhr, kam es auf der Bundesautobahn 14 in Fahrtrichtung Dresden im Bereich Petersberg zu einem Verkehrsunfall. Nach den bisherigen Erkenntnissen kollidierte ein 35-jähriger deutscher Fahrer eines Luxus-Sportwagens zunächst mit der Schutzplanke. In der Folge kam es zu einem weiteren Zusammenstoß mit dem Auflieger eines seitlich fahrendenden Sattelzugs. Der Fahrer sowie dessen 37-jährige Insassin wurden leicht verletzt und ambulant medizinisch versorgt. An dem Sportwagen ist ein Schaden von circa 600.000 €, am slowenischen Sattelzug von etwa 1.500 € und an Schutzplanken von circa 1.600 € entstanden. Der Pkw war nicht mehr fahrbereit und wurde abgeschleppt. Betriebsstoffe, die ausliefen, mussten durch die Ölwehr gebunden werden. Für die Dauer der Unfallaufnahme sowie der Bergungs- sowie Reinigungsarbeiten musste die Autobahn in Fahrtrichtung Dresden bis 18.25 Uhr voll gesperrt werden. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern an. Es entstand ein Stau in Länge von mehr als 10 km. Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Löbejün abgeleitet. Am Stauende kam es 15.30 Uhr zwischen Löbejün und Trotha zu einem Zusammenstoß zweier Pkw, Personen wurden dabei nicht verletzt. Der dabei entstandene Sachschaden kann abschließend noch nicht beziffert werden

Am Sonntag, 3.40 Uhr, kontrollierten Beamte auf der Bundesautobahn 9 in Fahrtrichtung Berlin zwischen den Anschlussstellen Kreuz Rippachtal und Bad Dürrenberg einen 51-jährigen Autofahrer aus dem Kosovo. Wie sich dabei herausstellte, stand er unter Drogeneinfluss. Die Entnahme einer Blutprobe wurde angeordnet und in einer Klinik durchgeführt. Die Weiterfahrt wurde untersagt. Ein Bußgeldverfahren ist eingeleitet.

Am Samstag, 22.45 Uhr, kam es in Leuna, Dürrenberger Straße, zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein 25-jähriger Lkw-Fahrer aus Bulgarien stark alkoholisiert gegen eine Hauswand prallte und dadurch leicht verletzt wurde. Die zwei Insassen blieben unverletzt. Die Entnahme einer Blutprobe wurde angeordnet und in einer Klinik durchgeführt. Der Führerschein wurde sichergestellt. Vorerst darf der Mann keine Kraftfahrzeuge führen. Die Unfallursachenermittlungen dauern an. Am Fahrzeug entstand ein Schaden von circa 10.000 € und an der Hauswand von etwa 3.000 €.

Polizeirevier Mansfeld-Südharz

Sachschaden nach Explosion eines Böllers
Am Samstagabend, gegen 23.35 Uhr, zündeten bislang unbekannte Täter in einem Durchgang im Bereich der Domäne in Südharz einen Böller. Durch die Detonation entstand an einem angrenzenden Geschäft ein Schaden in Höhe von etwa 2.500 Euro. Die Polizeibeamten suchten und sicherten Spuren am Tatort. Die Begutachtung der Bausubstanz durch einen Statiker ist vorgesehen. Die Ermittlungen wurden aufgenommen.

Angriff auf Polizeibeamte
In den frühen Morgenstunden des Sonntags kam es im Bereich Kornmarkt in Sangerhausen zu einem Polizeieinsatz. Ein Mann hatte Passanten belästigt, woraufhin die Polizei verständigt wurde. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte entwickelte sich eine aggressive Situation. Der 21-jährige Tatverdächtige aus Tunesien hat dabei ein Messer gezogen und Bewegungen in die Richtung der Beamten ausgeführt. Die Einsatzkräfte wendeten unmittelbaren Zwang an.

Ein Polizeibeamter erlitt dabei leichte Verletzungen. Bei der anschließenden Durchsuchung wurden geringe Mengen mutmaßlicher Betäubungsmittel aufgefunden und beschlagnahmt. Der 21-Jährige wurde in dem weiteren Verlauf medizinisch betreut und in eine Fachklinik eingewiesen. Die Polizei hat Ermittlungen wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte sowie wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz aufgenommen.

Verdacht eines Tötungsdelikts
Im Zusammenhang mit dem Auffinden einer 81-jährigen Frau in ihrer Wohnung in Hettstedt am Samstagmittag haben sich im Rahmen der weiteren Ermittlungen neue Erkenntnisse ergeben.
Nach einer am späten Samstagabend durchgeführten, gerichtlich angeordneten Sektion im Institut für Rechtsmedizin der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ergaben sich Hinweise auf eine nicht natürliche Todesursache. Ermittler des zuständigen Fachkommissariats im Zentralen Kriminaldienst der Polizeiinspektion Halle (Saale) gehen derzeit vom Verdacht eines Tötungsdelikts aus. Die kriminalpolizeilichen Maßnahmen dauern an und befinden sich weiterhin in einem frühen Stadium.
Der Ereignisort wurde umfassend untersucht. Dabei kam unter anderem auch die Tatortgruppe des Landeskriminalamtes zum Einsatz. Spuren wurden gesucht und gesichert sowie die ersten Befragungen im Umfeld durchgeführt. Aus ermittlungstaktischen Gründen können derzeit keine weiteren Angaben zum möglichen Geschehensablauf gemacht werden.

Die Polizei bittet Zeugen, die im Zeitraum vom 20. April 2026 bis 25. April 2026 im Bereich Hettstedt, Gottfried-Herder-Straße, verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben oder sonstige sachdienliche Hinweise geben können, sich unter der Telefonnummer 0345 224 1291 zu melden.

Polizeirevier Burgenlandkreis

Tödlicher Verkehrsunfall mit Elektrofahrrad
Am späten Samstagabend kam es in Zeitz, Wendischer Berg, zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein 49-jähriger deutscher Mann tödlich verletzt wurde. Nach bisherigen Erkenntnissen befuhr er mit einem Elektrofahrrad eine abschüssige Straße, als er aus bislang ungeklärter Ursache ohne Beteiligung Dritter von der Fahrbahn abkam. In der Folge kollidierte er mit einem Bordstein und anschließend mit einer Grundstücksmauer. Der Mann erlitt dabei so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Er trug keinen Schutzhelm. Die Polizei hat Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Dabei wird auch geprüft, ob gesundheitliche Umstände eine Rolle gespielt haben könnten. Für die Dauer der Unfallaufnahme wurde der Bereich für mehrere Stunden voll gesperrt.

Kind nach Sturz in Zisterne schwer verletzt
Am Samstagabend, gegen 18.30 Uhr, kam es in Laucha an der Unstrut zu einem Unfall, bei dem ein kleiner Junge verletzt wurde. Im Rahmen einer privaten Feier spielte das 2-jährige Kind auf einem Grundstück, als es aus bislang noch ungeklärter Ursache in eine ungesicherte Zisterne stürzte. Nach kurzer Zeit wurde es im Wasser entdeckt und durch die anwesenden Personen geborgen. Unmittelbar wurden Reanimationsmaßnahmen eingeleitet, die durch vor Ort befindliche medizinisch qualifizierte Personen sowie später eintreffende Rettungskräfte fortgeführt wurden. Das Kind wurde anschließend mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus nach Halle (Saale) geflogen. Die Polizei hat den Ereignisort gesichert und die Ermittlungen zu den genauen Umständen des Unfallgeschehens aufgenommen. Insbesondere wird geprüft, wie es zu dem Zugang zur Zisterne kommen konnte. Eine psychosoziale Notfallversorgung wurde vor Ort angeboten. Aktuelle Erkenntnisse zum Gesundheitszustand des Jungen liegen derzeit nicht vor.