Halle. PRev. In einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses in der Hettstedter Straße in Halle-Neustadt ist ein 58-jähriger Mann in der Nacht zum Sonntag lebensgefährlich verletzt worden. Zeugen hatten gegen 23.50 Uhr die Polizei wegen einer lautstarken Auseinandersetzung alarmiert.
Als die Einsatzkräfte eintrafen, fanden sie den deutschen Wohnungsinhaber mit mehreren schweren Verletzungen, darunter Stichverletzungen, vor. Nach einer ersten medizinischen Versorgung wurde der Mann in eine Klinik gebracht.
Nach Angaben von Zeugen hatten sich zuvor vier weitere Personen in der Wohnung aufgehalten. Diese sollen den Ort noch vor dem Eintreffen der Polizei fluchtartig verlassen haben.
Den bisherigen Ermittlungen zufolge hatten die Beteiligten am Abend gemeinsam Alkohol konsumiert. Im Verlauf des Treffens kam es offenbar zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung, bei der der 58-Jährige die lebensbedrohlichen Verletzungen erlitt.
Im Fokus der Ermittlungen steht ein 41-jähriger Deutscher. Gegen ihn ergab sich noch in der Nacht ein konkreter Tatverdacht. Polizeibeamte nahmen den Mann im Rahmen von Fahndungsmaßnahmen in den frühen Morgenstunden im Stadtgebiet fest. Er wurde in den Zentralen Polizeigewahrsam gebracht.
Die Ermittlungen werden vom Fachkommissariat für Tötungsdelikte geführt. Dabei prüfen die Ermittler auch, ob weitere anwesende Personen an dem Geschehen beteiligt waren. Weitere Festnahmen gab es bislang nicht. Gegen den 41-Jährigen wird wegen des Verdachts des versuchten Totschlags ermittelt. Die Untersuchungen dauern an.