Aggressives Verhalten einer 35-Jährigen im ICE

Bundespolizei
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Halle/BPol. Am Donnerstag, 23. April 2026, wurde die Bundespolizei in Halle (Saale) um 12.45 Uhr über eine weibliche Person ohne gültigen Fahrschein in einem ICE von Berlin nach Halle (Saale) informiert, welcher planmäßig im Hauptbahnhof eintraf. Die eingesetzten Beamten trafen vor Ort auf die Tatverdächtige, die bereits im Zug durch ein aggressives Verhalten aufgefallen war. Da die Identität der 35-Jährigen vor Ort nicht festgestellt werden konnte, wurde sie in die Diensträume des Bundespolizeireviers gebracht, wo ihre Personalien ermittelt wurden.

Während ihres Aufenthaltes im Revier versuchte sie plötzlich über einen Notausgang aus der Dienststelle zu flüchten. Dies konnte durch die eingesetzten Beamten umgehend unterbunden werden. Aufgrund ihres weiterhin aggressiven und unkooperativenen Verhaltens musste sie gefesselt und in eine Gewahrsamszelle geführt werden. Im Rahmen der weiter notwendigen Maßnahmen kam es zu einem tätlichen Angriff auf eine eingesetzte Bundespolizistin. Die Tatverdächtige schlug unvermittelt mit ihrem Kopf gegen das Gesicht der Beamtin. Die Angegriffene erlitt hierbei Verletzungen im Nasen- und Lippenbereich, blieb jedoch weiterhin dienstfähig.

Die weitere Durchsuchung der aus Tschechien Stammenden konnte nur unter Anwendung von Zwang durchgeführt werden. Zur Abklärung einer möglichen Eigen- oder Fremdgefährdung wurde ein Rettungswagen sowie ein Notarzt hinzugezogen. Ein durchgeführter Drogenschnelltest reagierte positiv auf Kokain. Nach weiterer Abstimmung mit den Rettungskräften wurde die 35-Jährige schließlich in eine medizinische Einrichtung in Halle (Saale) gebracht.

Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren unter anderem wegen Erschleichens von Leistungen, tätlichen Angriffs auf und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte sowie Körperverletzung gegen sie ein.