Halle/BPol. Am Montag, 17. August 2026, informierte die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn die Bundespolizei um 17.11 Uhr über einen gefährlichen Sachverhalt, welcher glücklicherweise dieses Mal keine schwerwiegenden Folgen hatte. Nach ersten Erkenntnissen passierte ein Triebfahrzeugführer eines Güterzuges Halle-Ammendorf in Richtung Eisenach, als er im Bereich Hohe Straße mehrere Personen auf der Fußgängerbrücke bemerkte und ein unbekannter Gegenstand in das Fahrgleis des Güterzuges geworfen wurde. Der Triebfahrzeugführer teilte seine Wahrnehmungen unverzüglich der Notfallleitstelle mit. Daraufhin wurde die Bahnstrecke gesperrt. Nach aktuellen Erkenntnissen entstanden keine Schäden am Zug.
Verständigte Beamte des Bundespolizeirevieres Halle (Saale) fuhren umgehend in Richtung des Ereignisortes und konnten sechs Kinder, im Alter von 11 bis 14 Jahren feststellen. Es erfolgte die Kontaktaufnahme mit den jeweiligen Erziehungsberechtigten der Jungen. Bei dieser Tat handelt es sich um kein Kavaliersdelikt, sondern um eine schwerwiegende Straftat, bei der es zu weitaus hohen Sach- oder auch Personenschäden hätte kommen können. Die Bundespolizeiinspektion Magdeburg hat ein Ermittlungsverfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.
Personen begeben sich mit dem Aufenthalt im Bereich der Bahnanlagen oder den Gleisbereichen in Lebensgefahr: Bahnanlagen sind keine Spielplätze! Die Züge nähern sich fast lautlos und können je nach Windrichtung oft sehr spät wahrgenommen werden. Außerdem geht von den vorbeifahrenden Zügen eine enorme Sogwirkung aus, die ebenfalls zu gravierenden, wenn nicht sogar tödlichen Unfällen führen kann. Steinsplitter von abprallenden Schottersteinen können zu erheblichen Verletzungen führen.