Jugendliche leisten Widerstand gegen Bundespolizisten

Bundespolizei Polizei
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Halle/BPol. Am Mittwochabend, 8. Juli 2026, informierte um 18.15 Uhr ein Mitarbeiter der DB Sicherheit eine Streife der Bundespolizei über vier weibliche Personen, die im Verdacht standen, Waren aus einer Filiale eines Drogeriemarktes im Hauptbahnhof Halle (Saale) entwendet zu haben.

Die Sicherheitsmitarbeiter waren der Personengruppe bis zum Bahnsteig 12 gefolgt und übergaben diese dort an die Bundespolizisten. Bei der anschließenden Kontrolle fanden die Einsatzkräfte bei mehreren der Tatverdächtigen mutmaßliches Diebesgut. Nach Auswertung der Videoaufzeichnungen des Drogeriemarktes erhärtete sich der Verdacht des Diebstahls von Drogerie- und Kosmetikartikeln gegen zwei der vier jungen Frauen im Alter von jeweils 14 Jahren. Während der weiteren polizeilichen Maßnahmen versuchten sich die Jugendlichen mit deutscher Staatsangehörigkeit, den Maßnahmen zu entziehen, sperrten sich gegen ihre Mitnahme und griffen die eingesetzten Bundespolizisten durch Tritte an. Dabei mussten die Frauen unter Anwendung unmittelbaren Zwangs überwältigt werden.

Auch im Bundespolizeirevier Halle (Saale) kam es zu weiteren tätlichen Angriffen und Trittversuchen gegen die Einsatzkräfte. Zudem beleidigte eine der Jugendlichen die Beamten mehrfach. Eine 18-jährige Begleiterin bedrohte im Verlauf des Einsatzes einen Mitarbeiter der DB Sicherheit mit körperlicher Aggression. Gegen sie wurde zudem ein Hausverbot für den Hauptbahnhof Halle (Saale) ausgesprochen. Eine Bundespolizistin wurde durch das Agieren der Tatverdächtigen leicht verletzt, ist aber weiterhin dienstfähig.

Alle drei Minderjährigen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen an ihre Erziehungsberechtigten übergeben beziehungsweise entlassen. Die Bundespolizei leitete Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Diebstahls, des tätlichen Angriffs auf und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Beleidigung sowie Bedrohung ein.