Halle/StatLa. Im Juni 2026 verbuchten die Beherbergungsbetriebe in Sachsen-Anhalt knapp 353.200 Gästeankünfte und rund 824.800 Übernachtungen. Nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes aus den vorläufigen Ergebnissen der Monatserhebung im Tourismus waren das 4,4 % weniger Gäste und 4,3 % weniger Übernachtungen als im Juni des Vorjahres.
Rückgänge bei den inländischen Gästen, Zuwächse nur bei den ausländischen Gästen
92,1 % der Gäste kamen aus dem Inland. Hier wurde ein Rückgang bei den Gästezahlen (-5,1 %) und ein Rückgang bei den Übernachtungszahlen (-5,7 %) festgestellt. Bei Gästen aus dem Ausland gab es ein anderes Bild. Hier wurden mehr Gäste (+5,0 %) und mehr Übernachtungen (+18,0 %) ermittelt.
Viel weniger Beherbergungsbetriebe als im letzten Jahr geöffnet
Von den in die Erhebung einbezogenen Beherbergungsbetrieben waren 1 009 im Juni 2026 geöffnet (Juni 2025: 1 053 geöffnete Beherbergungsbetriebe). Die angebotenen Schlafgelegenheiten waren zu 36,4 % ausgelastet (Juni 2025: 37,0 %). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste betrug 2,3 Tage. Im Juni des Vorjahres lag die durchschnittliche Aufenthaltsdauer ebenfalls bei 2,3 Tagen.
Zahlen der Betriebsarten entwickelten sich unterschiedlich
In den einzelnen Betriebsarten gab es im Juni 2026 keinen einheitlichen Trend in den Veränderungsraten bei Gästen und Übernachtungen. Die mit Abstand größten Zuwächse verzeichneten Schulungsheime (+25,2 % Gäste, +1,0 % Übernachtungen). Diesem Trend folgten die Hotels garnis (+3,8 % Gäste, +4,8 % Übernachtungen) und die Vorsorge- und Reha-Kliniken (+3,0 % Gäste, +2,7 % Übernachtungen). Rückgänge bei den Gästen und Übernachtungen gab es unter anderem bei den Camping-, Biwakplätzen (-18,3 % Gäste, -25,3 % Übernachtungen), bei den Jugendherbergen, Hostels, Hütten (-13,8 % Gäste, -7,7 % Übernachtungen) und bei den Gasthöfen (-12,1 % Gäste, -8,3 % Übernachtungen).
Nur 1 von 5 Reisegebieten verzeichnete ein Plus
Im Juni 2026 wurde nur in einem der 5 Reisegebiete in Sachsen-Anhalt ein Zuwachs der Gästezahlen und Übernachtungen, gegenüber dem Vorjahresmonat ermittelt. Die Beherbergungsbetriebe der größten Region, dem Harz und Harzvorland, meldeten negative Werte (-7,3 % Gäste, -7,2 % Übernachtungen). Dieser Trend wurde ebenso für die Region Halle, Saale, Unstrut (-5,7 % Gäste, -4,0 % Übernachtungen), die Region Anhalt-Wittenberg (-8,0 % Gäste, -9,7 % Übernachtungen) und die Region Altmark (-2,1 % Gäste, -0,4 % Übernachtungen) gemeldet. Nur in der Region Magdeburg, Elbe-Börde-Heide gab es einen Anstieg der Zahl der Gäste (+2,2 %) und der Übernachtungen (+2,4 %). Im Jahresverlauf von Januar bis Juni 2026 lag die Zahl der Gästeankünfte mit rund 1,55 Mio. um 0,7 % unter und die der Übernachtungen mit rund 3,76 Mio. um 0,1 % über dem Ergebnis des gleichen Vorjahreszeitraums.