Halle/StatLa. Die Gemeinden des Landes Sachsen-Anhalt haben im Jahr 2025 insgesamt 1.296 Mio. Euro an Gewerbesteuer eingenommen. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, waren das 86 Mio. Euro mehr als 2024 mit 1.210 Mio. Euro. Der Anstieg betrug somit 7,1 %.
Städte
Mit 170,1 Mio. Euro erzielte die Landeshauptstadt Magdeburg die höchsten Gewerbesteuereinnahmen, gefolgt von der kreisfreien Stadt Halle (Saale) mit 104,2 Mio. Euro und der Stadt Leuna mit 75,8 Mio. Euro. Unter den kreisfreien Städten konnte nur die Stadt Halle (Saale) mit 95,1 % nicht an das Vorjahresniveau anknüpfen. Die kreisfreie Stadt Dessau-Roßlau meldete 69,7 Mio. Euro. Der deutliche Anstieg um 84,7 % (+32,0 Mio. Euro) resultierte aus hohen Gewerbesteuernachzahlungen für Vorjahre. Die Pro-Kopf-Einzahlungen in den kreisfreien Städten insgesamt stiegen somit um 19,0 % auf 631,50 Euro zu 2024.
Landkreise
Im Landkreis Börde sank die Summe der Gewerbesteuereinzahlungen der kreisangehörigen Gemeinden um 8,0 % (-8,5 Mio. Euro). Die Gemeinden der Landkreise Jerichower Land, Saalekreis und Salzlandkreis erreichten fast das Vorjahresniveau. In den 7 weiteren Landkreisen wurde in Summe ein Anstieg verzeichnet. Die Gemeinden im Landkreis Stendal lagen mit einem Zuwachs von 16,5 % (7,2 Mio. Euro) zum Vorjahr an der Spitze, gefolgt vom Burgenlandkreis mit 12,0 % (11,8 Mio. Euro).
Gemeinden
In 55,5 % der Gemeinden stiegen die Einzahlungen an Gewerbesteuer gegenüber 2024 um insgesamt 176,4 Mio. Euro. In den übrigen 44,5 % der Gemeinden wurden die Vorjahreswerte nicht erreicht. Hier betrugen die Mindereinnahmen 90,8 Mio. Euro.
Von den kreisangehörigen Gemeinden verzeichnete Karsdorf im Burgenlandkreis die absolut höchste Steigerung. Die Einzahlungen an Gewerbesteuer stiegen von 0,2 Mio. Euro in 2024 auf 11,0 Mio. Euro im Jahr 2025. Die Mehreinzahlungen resultieren aus Nachberechnungen für Vorjahre und Neuveranlagungen. Ebenfalls durch Nachzahlungen konnte die Gemeinde Wallstawe im Altmarkkreis Salzwedel einen deutlichen Zuwachs von 2,7 Mio. Euro auf 3,3 Mio. Euro verzeichnen. Unter den Gemeinden mit rückläufigen Gewerbesteuereinzahlungen meldeten Rogätz (Landkreis Börde) und Hassel (Landkreis Stendal) Rückgänge um 95,9 % (-1,5 Mio. Euro) bzw. 95,6 % (-0,2 Mio. Euro).
Die Gewerbesteuereinzahlungen je Einwohnerin bzw. Einwohner im kreisangehörigen Raum betrugen 601,98 Euro und lagen damit 29,52 Euro unter dem Wert der kreisfreien Städte.