Grundschule Dölau startet Schulgarten-Projekt mit der AOK

Übergabe des symbolischen Schecks und des AOK Schulgarten-Schildes. V.l.n.r: Henry Saage, Landesrepräsentant der AOK Sachsen-Anhalt; Andreas Silbersack, MdL Sachsen-Anhalt, FDP-Fraktionsvorsitzender; Katharina Brederlow, Beigeordnete für Bildung und Soziales, Stadt Halle (Saale); Pia Härtig, Schulleiterin der Grundschule Halle-Dölau; Landfrau Karoline Kinderlein. Foto: M. Schwarze / AOK Sachsen-Anhalt.

Halle/AOK. In einem Schulgarten können Kinder eigene Lebensmittel anbauen und selbst erleben, wie gesundes Essen entsteht und was nachhaltige Ernährung ist. Das Schulgarten-Projekt „Kleines Gemüse ganz groß“ der AOK Sachsen-Anhalt unterstützt deshalb Schulen dabei, Schulgärten dauerhaft zu nutzen oder wiederzubeleben. An der Grundschule Dölau startete jetzt das auf drei Jahre ausgelegte Projekt mit einem Frühlingsfest.

Das Schulgarten-Projekt hat vor allem ein Ziel: Kindern wieder den Bezug zur Natur und natürlich angebautem, gesunden Essen zu vermitteln. Dass das Thema wichtig ist, zeigt eine AOK-Familienstudie. 87 Prozent der befragten Eltern wünschen sich, dass ihre Kinder in der Schule etwas über Klima- und umweltfreundliche Ernährung lernen, 32 Prozent erachten nachhaltige Ernährung für bedeutend.

„Genau hier setzt das Schulgarten-Projekt an“, sagt Henry Saage, Landesrepräsentant der AOK Sachsen-Anhalt. „Kinder lernen mit eigenen Händen, was nachhaltige Ernährung ist. Darunter versteht man eine vollwertige Ernährung, die sowohl gesund ist als auch ökologisch nachhaltig. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einer pflanzenbetonten Ernährung, bei der Vollkornprodukte, Obst, Gemüse, Nüsse und Hülsenfrüchte einen größeren Anteil ausmachen.“

Fachliche Unterstützung durch die Landfrauen

Das Projekt hilft Schulen bei der Anlage bzw. Wiederbelebung von Schulgärten. Unterstützt werden sie dabei von den Landfrauen des Landfrauenverbandes Sachsen-Anhalt e.V., die ihr Fachwissen zu Ernährungs- und Verbraucherbildung mit einbringen. Die Landfrauen stehen den Schulen nicht nur bei der Errichtung eines Beetes und dem Anpflanzen von Obst und Gemüse zur Seite. Sie geben auch Tipps, wie man das Angebaute zu einer gesunden Mahlzeit verarbeiten kann.

Projekt startet an der Grundschule Dölau in Halle (Saale)

Gemeinsam mit der Landfrau Karoline Kindlein hat die AOK heute beim Frühlingsfest an der Grundschule Dölau den Kindern das Projekt vorgestellt. An verschiedenen Stationen konnten sie mehr über gesundes Essen erfahren und auch schon den Schulgarten neu bepflanzen. 

„Besonders hilfreich ist für uns, dass wir im Rahmen des Projekts über drei Jahre hinweg kontinuierlich unterstützt werden“, sagt Lehrer Frieder Höche, der den Schulgarten betreut. „Wir freuen uns sehr, dass uns eine Landfrau mit Rat und Tat zur Seite steht. So können offene Fragen direkt geklärt und viele praktische Tipps für die Gartenarbeit vermittelt werden. Im Mittelpunkt stehen eine gesunde Ernährung sowie der Anbau und die Verarbeitung von Obst und Gemüse. Es ist ein nachhaltiges Projekt, das zugleich Spaß macht. Wir freuen uns auf drei tolle Jahre.“

Die AOK unterstützt aber nicht nur fachlich. Zum Frühlingsfest hat sie eine Erstausstattung aus Gartenwerkzeugen und Samen an die Schule übergeben. Zudem erhalten die Schulen im dreijährigen Projektzeitraum in jedem Gartenjahr 500 Euro für den weiteren Einkauf von Saatgut und Pflanzen.

Bislang wurden dank des Projektes landesweit 32 Schulen dabei unterstützt, einen Schulgarten wiederzubeleben oder anzulegen. In diesem Jahr kommen weitere vier Schulgärten hinzu, eine davon ist die Grundschule Dölau.