Halle/HWK. Die Handwerkskammer Halle hat die Meinung des Handwerks zum Tankrabatt, der von Oktober bis Dezember gilt, erfragt. Danach wird dieser Rabatt unterschiedlich beurteilt.
50 Prozent der antwortenden Betriebe lehnen den Rabatt ab und fordern andere Maßnahmen. 41 Prozent finden ihn gut, aber nicht ausreichend. 8 Prozent fordern eine deutlich längere Laufzeit.
Auf die Frage nach möglichen weiteren Entlastungen durch die Bundesregierung fordern 91 Prozent eine dauerhafte Absenkung des Steueranteils auf Kraftstoffe, 78 Prozent daneben auch Maßnahmen zur Senkung der Lohnzusatzkosten, 55 Prozent einen Preisdeckel für Kraftstoffe und 19 Prozent Förderung von alternative Antriebstechniken (Mehrfachnennungen möglich).
Als Folgen der stark gestiegenen Treibstoffpreise nennen die Betriebe vor allem sinkende Gewinne (83 Prozent) und höhere Preise für die Kunden (78 Prozent), ferner der Verzicht auf Fahrten (46 Prozent) und die Ablehnung von Aufträgen (27 Prozent). Nur 10 Prozent ziehen den Umstieg auf alternative Antriebe in Betracht.
„Der Rabatt bringt kurzfristig Entlastung, nötig ist aber eine dauerhafte Lösung. Die Bundesregierung hat mit einem Steueranteil von rund der Hälfte des Treibstoffpreises den Schlüssel dazu in der Hand“, sagte Dirk Neumann, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Halle. Die ebenfalls staatlich festgelegten steigenden Lohnzusatzkosten würden die Betriebe zusätzlich belasten.
Die Handwerkskammer Halle befragte Ende September Mitgliedsbetriebe aus allen Gewerken, insgesamt antworteten 105 Unternehmen.