Halle/StatLa. Wärmeproduzenten in Sachsen-Anhalt haben 2024 deutlich mehr Wärme an Letztverbraucher abgegeben. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, stieg die Abgabe von 7 927 412 MWh im Jahr 2023 auf 9 028 964 MWh im Jahr 2024. Dies entsprach einer Zunahme um 13,9 %.
Maßgeblich dafür verantwortlich waren die Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe, im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden, die weiterhin die größte Abnehmergruppe blieben. Hier steigerte sich die abgenommene Wärmemenge von 4.674.895 MWh im Jahr 2023 auf 6.186.219 MWh im Jahr 2024 (+32,3 %).
Bei Haushaltskunden (einschließlich Wohnungsgesellschaften) gab es einen geringen Rückgang der abgenommenen Wärmemenge um 2,9 %. Nach 1.948.926 MWh im Jahr 2023 wurden 2024 nur noch 1.891.857 MWh an sie abgegeben.
Auch die sonstigen Letztverbraucher nahmen 2024 deutlich weniger Wärme ab als im Vorjahr. Die bisherigen 1.303.592 MWh aus dem Jahr 2023 verringerten sich stark auf 950.889 MWh in 2024 (-27,1 %).
Die Wärmeversorgungsunternehmen betrieben 2024 in Sachsen-Anhalt 181 Wärmenetze mit insgesamt 1 520 km Trassenlänge. Im Vorjahr betrug die Trassenlänge insgesamt 1.457 km verteilt auf 175 Wärmenetze.
Die installierte thermische Speicherkapazität lag unverändert bei 2.804 MWhth (Megawattstunde thermisch) und damit bei knapp über 0,0 % der erzeugten Wärme.