Laatzen/ADAC. Am Wochenende stellen wir wieder die Uhren in der Nacht von Samstag, 24. Oktober, auf Sonntag, 25. Oktober 2026, eine Stunde zurück. Ab Sonntag bricht dann die Dunkelheit am Abend noch früher herein und viele Straßen sind nur noch im Licht der Scheinwerfer befahrbar.
Auch der Herbst verändert die Bedingungen auf den Straßen spürbar: Wechselhafte Witterung und eingeschränkte Sicht stellen Verkehrsteilnehmende vor zusätzliche Herausforderungen. Besonders in den frühen Morgenstunden und am Abend erhöhen Nebel, die tief stehende Sonne, Wildwechsel sowie rutschige Fahrbahnen durch Nässe und Laub das Unfallrisiko. Der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt empfiehlt deshalb, das eigene Fahrverhalten den saisonalen Bedingungen anzupassen und aufmerksam unterwegs zu sein.
Wildwechsel: Bremsen statt ausweichen
Mit Beginn der Dämmerung nimmt die Aktivität vieler Wildtiere deutlich zu. Gerade an Waldrändern, Feldern und auf Landstraßen müssen Autofahrende verstärkt mit querendem Wild rechnen. Besonders dort, wo Wildwechsel-Schilder aufgestellt sind, sollten Autofahrende die Geschwindigkeit reduzieren und bremsbereit fahren.
Ein Zusammenstoß mit Wild ist immer gefährlich. Noch schwerwiegender sind jedoch oft die Folgen eines unkontrollierten Ausweichmanövers. Wer plötzlich das Lenkrad verreißt, riskiert einen Unfall mit dem Gegenverkehr oder das Abkommen von der Fahrbahn.
Vorsicht bei Nebel und tief stehender Sonne
Wenn Nebelfelder die Sicht einschränken, kommt es auf eine angepasste Fahrweise an. Dazu gehören ein größerer Sicherheitsabstand, geringere Geschwindigkeit und die richtige Beleuchtung. Gerade auf die Lichtautomatik sollten sich Autofahrende nicht blind verlassen.
Bei dichtem Nebel schaltet die Lichtautomatik das Abblendlicht nicht immer zuverlässig ein. Zudem sind bei vielen Fahrzeugen beim Tagfahrlicht die Rückleuchten nicht aktiv. Wer von hinten schlecht zu erkennen ist, erhöht das Unfallrisiko.
Nebelschlussleuchten dürfen nur bei einer Sichtweite von unter 50 Metern eingeschaltet werden, andernfalls können sie nachfolgende Verkehrsteilnehmende stark blenden. Als Orientierung dienen die Leitpfosten am Fahrbahnrand, die in der Regel etwa 50 Meter auseinanderstehen.
Auch die Sonneneinstrahlung kann im Herbst zur Gefahr werden. Steht die Sonne tief, werden Autofahrende vor allem während der Pendelzeiten am Morgen und Abend häufig geblendet. Klare Sicht schaffen saubere Scheiben, funktionierende Wischerblätter und ausreichend Scheibenreinigungsflüssigkeit. Schon kleine Verschmutzungen können die Blendwirkung deutlich verstärken und die Sicht zusätzlich beeinträchtigen.
Gut sichtbar unterwegs sein
Mit den kürzer werdenden Tagen steigt auch die Bedeutung guter Sichtbarkeit. Vor allem Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende werden in der Dämmerung oder Dunkelheit oftmals erst spät erkannt.
Reflektierende Kleidung oder reflektierende Elemente an Jacken, Rucksäcken und Schuhen können die Sichtbarkeit deutlich verbessern. Auch eine funktionierende Fahrradbeleuchtung ist unverzichtbar. Wer gut sichtbar ist, trägt aktiv dazu bei, Unfälle zu vermeiden.
Vorsicht bei Laub und Schmutz auf der Fahrbahn
Nasses Laub kann Straßen ähnlich rutschig machen wie Eis. Hinzu kommen insbesondere auf ländlichen Strecken verschmutzte Fahrbahnen, beispielsweise durch Erde von landwirtschaftlichen Fahrzeugen. Beides reduziert die Haftung der Reifen und verlängert den Bremsweg.
Der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt empfiehlt deshalb, die Geschwindigkeit anzupassen, ausreichend Abstand zu halten und riskante Überholmanöver zu vermeiden. Wer aufmerksam fährt und mehr Zeit für seine Wege einplant, kommt auch bei typischen Herbstbedingungen sicher ans Ziel.