Ermittlungen wegen illegalen Drogenhandels: Beamtin der Staatsanwaltschaft im Visier der Ermittler

Justiz
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Halle. PI. Im Rahmen eines umfangreichen Ermittlungsverfahrens wegen des Verdachts des illegalen Handels mit Betäubungsmitteln sowie Cannabis in nicht geringer Menge vollstreckten Einsatzkräfte am 11. Mai 2026 in der Zeit von 6.00 bis 14.00 Uhr insgesamt 17 Durchsuchungsbeschlüsse in Halle (Saale) und Ortsteilen von Schkopau. Die Maßnahmen richteten sich gegen elf deutsche Tatverdächtige im Alter zwischen 21 und 36 Jahren sowie gegen einen 28-jährigen Serben.

Im Zuge der Ermittlungen haben sich auch Anhaltspunkte für einen Anfangsverdacht wegen einer möglichen Verletzung von Dienstgeheimnissen gegen eine 28-jährige Beamtin im Justizdienst der Staatsanwaltschaft Halle ergeben. Die betroffene Person wurde zur Sicherung der weiteren Aufklärung vorsorglich vorläufig vom Dienst entbunden. 

Bei den Durchsuchungen wurden unter anderem folgende Substanzen und Gegenstände beschlagnahmt:

  • 600 Verpackungen mit jeweils 20 Gramm THC-haltigen Gummibären
  • mehr als 650 Gramm marokkanisches Haschisch
  • mehr als 4.500 Gramm Cannabisblüten
  • 350 Gramm Amphetamin
  • mehr als 25 Gramm Kokain
  • mehrere Tausend Euro Bargeld
  • rund 150 Kilogramm, größtenteils nicht zugelassene pyrotechnische Erzeugnisse der Kategorie 4
  • eine Schreckschusswaffe
  • zwei verbotene Gegenstände (Schlagstöcke)
  • vier Messer
  • Kommunikationsmittel und Speichermedien
  • umfangreiche Utensilien zum Betäubungsmittelhandel
  • eine Pistole mit vollem Magazin

Fünf Tatverdächtige wurden vorläufig festgenommen und werden am heutigen Tag dem zuständigen Haftrichter am Amtsgericht Halle (Saale) vorgeführt. Die Ermittlungen dazu dauern weiter an. Gegen einen weiteren Beschuldigten wurde ein bereits bestehender Haftbefehl vollstreckt.