Preissteigerungen um 1,3 % in Sachsen-Anhalt im März 2026

Kraftstoffe
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Halle/StatLa. Im Vergleich zum Februar 2026 stiegen die Preise für die Verbraucher im März um 1,3 % und damit erstmals seit September 2022 wieder um mehr als 1,0 % zum Vormonat. Das statistische Landesamt teilt mit, dass der Verbraucherpreisindex im März um 2,6 % zum Vorjahr auf einen Stand von 126,1 (Basis 2020 = 100) gestiegen ist.

Jahresvergleich

Die Inflationsrate wurde im Jahresvergleich unter anderem von gestiegenen Preisen im Bereich Verkehr (+6,5 %) stark beeinflusst. Neben den spürbar höheren Preisen für Kraft- und Schmierstoffe für Fahrzeuge (+15,1 %), mussten auch höhere Kosten für Personenbeförderung im Luftverkehr aufgewandt werden (+17,1 %). Aber auch die Kosten im Bildungswesen (+6,0 %), anderen Waren und Dienstleistungen (+4,9 %) und alkoholischen Getränken und Tabakwaren (+4,9 %) trieben die Verbraucherpreise in die Höhe.

Rückgängig war im März 2026 die Preisentwicklung bei Möbeln, Leuchten, Geräte und anderem Haushaltszubehör, welche um 0,4 % sank.

Monatsvergleich

Im Monatsvergleich stiegen saisonbedingt die Preise für Bekleidung und Schuhe überdurchschnittlich an (+5,7 %). Bekleidung für Kinder war um 10,6% teurer als im Februar 2026. Weiterhin musste für Bekleidung für Damen 7,9 % sowie für Bekleidungsstoffe 4,4 % mehr ausgegeben werden.

Mit dem Beginn des Nahost-Konflikts stiegen auch im Monatsvergleich die Preise für den Bereich Verkehr überdurchschnittlich an. Für Dieselkraftstoff mussten 14,8 % höhere Preise gezahlt werden, Superbenzin verteuerte sich im Durchschnitt um 10,4 %. Da die Erhebung zum Teil in den ersten Wochen des Monats stattfand, dämpften die Preise zu Monatsbeginn die Gesamtentwicklung.

Die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke stagnierten. Die Preise für Margarine und Pflanzenfett (-9,1 %), tiefgefrorenes Obst (-5,4 %) und Mineralwasser (-3,6 %) sanken zum Vormonat, während Joghurt (+12,0 %), Pizza, Quiches oder Ähnlichen (+5,4 %) sowie Kartoffeln, frisch, gekühlt und verarbeitet (+5,1 %) teurer angeboten wurden.