Im Jahr 2025 wurden in Sachsen-Anhalt 11.978 Kinder lebend geboren – das sind 548 bzw. 4,4 % weniger als im Vorjahr und der niedrigste Stand seit der Wiedervereinigung. Gleichzeitig stiegen die Sterbefälle auf 34.865 Personen, ein Plus von 660 bzw. 1,9 %.
Damit setzte sich der langfristige Rückgang der Geburten fort: Seit 2016 gab es 6.114 Geburten (-33,8 %) weniger. Von den Neugeborenen waren 6.147 Jungen und 5.831 Mädchen. Das sogenannte Geburtendefizit – also der Überschuss der Sterbefälle über die Geburten – erhöhte sich auf 22.887 Personen und damit um 1.208 im Vergleich zum Vorjahr. Das ist der höchste Wert seit 1990.
Regionale Unterschiede
Die meisten Geburten wurden in Halle (Saale) mit 1.716 verzeichnet, während in Magdeburg 1.682 Geburten (+5,9 %) sogar ein Anstieg zu beobachten war. In allen anderen 13 Kreisen und Städten gingen die Geburten zurück, am stärksten im Burgenlandkreis (-11,4 % / -119), im Landkreis Wittenberg (-9,6 %) und im Landkreis Harz (-7,9 %).
Bei den Sterbefällen gab es nur in vier Regionen Rückgänge, am stärksten in Dessau-Roßlau (-4,2 %), gefolgt vom Harz (-2,4 %), Mansfeld-Südharz (-1,1 %) und dem Altmarkkreis Salzwedel (-0,2 %).
Den größten Anstieg verzeichnete der Landkreis Wittenberg mit +210 bzw. +10,7 % auf 2.176 Sterbefälle.
Aus Gründen der statistischen Geheimhaltung werden ab dem Berichtsjahr 2025 die Geburten- und Sterbefallzahlen mithilfe der Cell-Key-Methode leicht verändert. Dadurch bedingt addieren sich die jeweiligen Einzelwerte einer Tabellenzeile oder -spalte nicht notwendigerweise zur ausgewiesenen Gesamtsumme.
Angaben: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt.