Umsatzplus für das Bauhauptgewerbe Sachsen-Anhalts 2025

Gasleitung Baustelle
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Halle/StatLa. Die Betriebe des Bauhauptgewerbes (Hoch- und Tiefbau sowie Vorbereitende Baustellenarbeiten) in Sachsen-Anhalt erwirtschafteten in den Monaten Januar bis Dezember 2025 einen baugewerblichen Umsatz in Höhe von 3.157,9 Mio. Euro, wie das Statistische Landesamt mitteilt. Im Vergleich zum Vorjahr nahm der Umsatz damit nominal (nicht preisbereinigt) um 92,4 Mio. Euro (+3,0 %) zu. Dabei hatte allerdings nur die Hälfte der 6 Bausparten nominal höhere Umsätze als vor Jahresfrist.

Wird das gesamte letzte Jahr betrachtet, wurde die Umsatzdynamik vor allem von den Bauaktivitäten im gewerblichen und industriellen Tiefbau (+85,2 Mio. Euro bzw. +7,9 %) sowie im sonstigen (öffentlichen) Tiefbau (+64,3 Mio. Euro bzw. +15,4 %) getragen.

Die Bausparten des Hochbaus verzeichneten dagegen in ihrer Gesamtheit nominal einen leichten Rückgang um 5,9 Mio. Euro (-0,6 %), den größten Umsatzeinbruch verbuchte dabei wiederum der Wohnungsbau (-44,0 Mio. Euro bzw. -15,1 %). Nur der gewerbliche und industrielle Hochbau konnte ein deutliches Plus verzeichnen (+49,2 Mio. Euro bzw.+10,1 %).

Wie auch schon in den letzten Jahren wurden mehr als die Hälfte aller baugewerblichen Umsätze im gewerblichen und industriellen Bau erzielt (ein Anteil von 53,8 %). Der reale (preisbereinigte) Umsatz ging dagegen 2025 um 1,3 % gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum zurück. Die 6 Bausparten erfuhren dabei Umsatzveränderungen zwischen -17,9 % im Wohnungsbau und +10,3 % im sonstigen Tiefbau.

Der Gesamtwert der Auftragseingänge im sachsen-anhaltischen Bauhauptgewerbe belief sich 2025 auf 2.915,7 Mio. Euro. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum entsprach das nominal einem Rückgang um 47,7 Mio. Euro bzw. 1,6 %. Die Auftragseingänge in Sachsen-Anhalt entwickelten sich 2025 entgegengesetzt zu den Umsätzen: Im Hochbau wurden 4,1 % mehr Aufträge geordert, im Tiefbau dagegen 3,5 % weniger. Hohe Zuwächse verzeichneten dabei der gewerbliche und industrielle Tiefbau (+190,8 Mio. Euro bzw. +18,7 %) und der gewerbliche und industrielle Hochbau (+39,3 Mio. Euro bzw. +9,7 %), während vor allem der Straßenbau mit stark rückläufigen Auftragseingängen zu kämpfen hatte (-177,5 Mio. Euro bzw. -23,5 %). Auch der Wohnungsbau konnte kein Auftragsplus verzeichnen (-22,7 Mio. EUR bzw. -9,0 %). Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang war dementsprechend in diesem Zeitraum niedriger (-5,8 %). Dabei entwickelte sich die Nachfrage in Hoch- und Tiefbau ähnlich: im Hochbau wurden etwas mehr Aufträge als im Vorjahr akquiriert (+0,6 %), im Tiefbau 8,1 % weniger.

Die Spanne der relativen Veränderungen bei den einzelnen Bausparten bemisst sich auf -26,9 % beim Straßenbau und +12,9 % beim gewerblichen und industriellen Tiefbau.

Beschäftigte
Mit insgesamt 17.229 tätigen Personen waren Ende Dezember 2025 etwa 1,3 % mehr Menschen im sachsen-anhaltischen Bauhauptgewerbe beschäftigt als zum vergleichbaren Zeitpunkt 2024. Diese Beschäftigten leisteten an 250 Arbeitstagen insgesamt 19,9 Mio. Arbeitsstunden (-0,2 %) und bezogen Entgelte in Höhe von 779,1 Mio. Euro (+4,8 %). Je tätige Person wurde 2025 ein baugewerblicher Umsatz in Höhe von 183.288 Euro erwirtschaftet. Das waren 1,7 % mehr als im Vorjahreszeitraum.

Bei den befragten Betrieben handelt es sich um Betriebe von Unternehmen mit im Allgemeinen 20 und mehr tätigen Personen.