KVSA-Vorstand: „Bei Gewalt wird rote Linie überschritten“
Magdeburg/KVSA. Am heutigen 12. März ist der europäische Tag gegen Gewalt im Gesundheitswesen. Der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt (KVSA) – Dr. Jörg Böhme, Dr. Nadine Waldburg und Mathias Tronnier – betont: „Aggressives Verhalten oder gar körperliche Übergriffe gegenüber der Ärzteschaft und ihren Mitarbeitenden – ob zu den Sprechzeiten in den Praxen oder im Bereitschaftsdienst – sind nicht hinzunehmen und müssen endlich angemessen bestraft werden. Bei Gewalt, sei es verbal oder handgreiflich, wird eindeutig eine rote Linie überschritten.“
Pöbeleien und Beleidigungen, aber auch körperliche Angriffe nehmen im Gesundheitswesen zu. Das belegt eine Online-Umfrage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.
Der Vorstand der KVSA begrüßt daher das Bestreben des Gesetzgebers, das Strafgesetzbuch zu ändern und damit einhergehend den strafrechtlichen Schutz des Gemeinwesens zu stärken. So zielt ein >> Gesetzentwurf des Bundesjustizministeriums unter anderem auf den besonderen strafrechtlichen Schutz für Ärzte und anderes medizinisches Personal ab.
„Verbale Entgleisungen von Patienten stören den Praxisablauf. Kommt es zu Extremfällen, belasten diese oft das ganze Praxisteam – auch emotional und über einen längeren Zeitraum. Der Alltag zeigt leider immer wieder, dass alle an der Behandlung von Patienten Beteiligten einen besseren Schutz brauchen“, plädiert der KVSA-Vorstand für eine schnelle Umsetzung des geplanten Gesetzes.