Halle/StatLa. Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude stiegen in Sachsen-Anhalt im Mai 2026 um 6,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat auf einen Indexstand von 146,5 (Basis 2021 = 100), wie das Statistische Landesamt mitteilt. Mit einem Plus um 2,4 % verteuerte sich der Bau von Wohngebäuden im Vergleich zum Februar 2026 deutlich.
Entwässerungskanalarbeiten mit höchster Preissteigerung im Vergleich zum Vorjahr
Für Rohbauarbeiten an Wohngebäuden erhöhten sich die Preise im Mai 2026 um 6,2 % gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zum Februar 2026 gab es einen Anstieg um 3,1 % auf einen Indexstand von 140,9. Entwässerungskanalarbeiten verzeichneten mit 10,2 % die höchste Steigerung zum Mai 2025. Dort wurde ein Indexstand von 183,8 erreicht. Auch Erdarbeiten stiegen mit 10,0 % deutlich an. Ramm-, Rüttel- und Pressarbeiten zeigten zum Mai 2025 einen leichten Preisrückgang um 0,5 %.
Im Ausbaugewerbe ähnlicher Zuwachs bei den Preisen
Ausbauarbeiten an Wohngebäuden waren im Jahresvergleich um 5,8 % teurer. Zum Februar 2026 gab es einen Anstieg um 1,8 % auf einen Indexstand von 150,9. Den höchsten Preisanstieg verzeichneten Putz- und Stuckarbeiten (+9,8 %) zum Vorjahr. Auch für Maler- und Lackierarbeiten – Beschichtungen stiegen die Preise um 9,3 % zum Mai 2025. Die Preise von Beschlagarbeiten stagnierten zum Vorjahr (+0,0 %), während es bei Aufzugsanlagen, Fahrtreppen, Fahrsteige, Förderanlagen (-1,4 %) einen Preisrückgang zum Vorjahr gab.
Straßenbau höchster Quartalszuwachs bei Preisen
Ortskanäle erreichten mit 161,5 den höchsten Indexstand, dies entsprach einer Steigerung von 8,4 % zum Mai 2025. Maßgebend waren hier Entwässerungskanalarbeiten (+9,2 %). Im Quartalsvergleich zeigte sich im Straßenbau mit 5,0 % die größte Preissteigerung.
Methodische Hinweise
Die dargestellten Angaben stammen aus der Statistik der Bauleistungspreise. Diese misst vierteljährlich die Preisentwicklung von ca. 170 repräsentativen Bauleistungen.