Halle/StatLa. Im Jahr 2023 beliefen sich die Treibhausgasemissionen in Sachsen-Anhalt auf 26,3 Mio. t CO₂-Äquivalente, wie das Statistische Landesamt mitteilt. Den größten Anteil machten energiebedingte CO₂-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energieträger mit 78,8 % (20,7 Mio. t) aus. Prozessbedingte CO₂-Emissionen hatten einen Anteil von 10,7 % (2,8 Mio. t). Weitere 0,5 % (0,1 Mio. t) entfielen auf CO₂-Emissionen durch die Anwendung von Harnstoff- und Kalkdünger in der Landwirtschaft.
Die übrigen 10 % setzten sich aus Methan (5,0 % bzw. 1,3 Mio. t), Distickstoffoxid (4,1 % bzw. 1,1 Mio. t) und F-Gasen (0,9 % bzw. 0,2 Mio. t) zusammen. Methan entstand überwiegend durch Viehhaltung und Abfallentsorgung, Distickstoffoxid vor allem durch landwirtschaftliche Bodennutzung. F-Gase wurden hauptsächlich als Kälte-, Löse- und Feuerlöschmittel eingesetzt.
Rückgang gegenüber 2022 um 7,0 %
Im Vergleich zu 2022 sanken die Treibhausgasemissionen um 7,0 % (2,0 Mio. t). Ausschlaggebend war vor allem der Rückgang der CO₂-Emissionen um 1,9 Mio. t (-7,6 %). Auch Methan- und F-Gas-Emissionen gingen zurück, während die Distickstoffoxid-Emissionen um 5,4 % stiegen.
Emissionen seit 1990 mehr als halbiert
Seit 1990 sind die Treibhausgasemissionen in Sachsen-Anhalt um 55,0 % (32,1 Mio. t) gesunken. Hauptursache war der Rückgang der energiebedingten CO₂-Emissionen um 58,0 % (28,6 Mio. t). Auch Methan-, Distickstoffoxid- und F-Gas-Emissionen sowie landwirtschaftliche CO₂-Emissionen gingen zurück. Die prozessbedingten CO₂-Emissionen stiegen hingegen um 37,0 % (0,1 Mio. t).