Asylzugänge in Sachsen-Anhalt auf dem Niveau der Jahre 2011/2012

Bevölkerung Sachsen-Anhalt Zuwanderung
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Magdeburg/MI. Im Juli 2026 wurden 134 Asylzugänge in Sachsen-Anhalt registriert. Das sind fast 39 Prozent weniger als im Juli 2025 (219) und knapp 72 Prozent weniger als im Juli 2024 (476). Zuletzt gab es im Monat Juli so wenig Asylzugänge in den Jahren 2011 (91) und 2012 (154).  

Insgesamt kamen in diesem Jahr bislang 1.148 Asylsuchende nach Sachsen‑Anhalt (Stand 31.07.2026). Das ist ein Rückgang um fast 34 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2025 (1.725) und ein Rückgang um fast 60 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2024 (2.858). Damit deutet sich auch für das gesamte Jahr 2026 ein weiterer deutlicher Rückgang der Asylzugänge in Sachsen-Anhalt an. Hochgerechnet ergibt sich ein Trend von etwa 1.950 Asylzugängen bis zum Ende des Jahres. Letztmalig gab es vor 15 Jahren im Jahr 2011 weniger als 2.000 Asylzugänge in Sachsen‑Anhalt. 

Innenministerin Dr. Tamara Zieschang: „Wer sich mit Blick auf die Asylzugänge die Zeit vor 2016 zurückwünscht, dem sage ich, das haben wir längst erreicht. Die Asylzugangszahlen bewegen sich auf dem Niveau der Jahre 2011/2012. Migration wird wieder gesteuert, geordnet und begrenzt. Das ist für das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit des Staates unverzichtbar. Zugleich sehe ich auch, dass viele Menschen, die bei uns Schutz gefunden haben, heute Verantwortung übernehmen und einen wichtigen Beitrag zu unserem Gemeinwesen leisten. So möchte ich keinesfalls unseren jungen Polizeikollegen missen, dem ich Ende Februar 2026 zum erfolgreichen Abschluss an der Fachhochschule Polizei gratulieren konnte und der 2015 als syrischer Flüchtling nach Sachsen-Anhalt kam.“