Bündnis “Halle gegen Rechts” zum Protest gegen den “Bürgerdialog” der AfD auf

Halle gegen Rechts
© H@llAnzeiger

Am 30.04.2026 plant die AfD-Bundestagsfraktion in Halle (Saale) eine Veranstaltung unter dem Titel „Bürgerdialog“. Diese wird vom Bündnis “Halle gegen Rechts” als Teil ihrer Wahlkampfstrategie eingeordnet. In den vergangenen Monaten habe sich die AfD wiederholt als mögliche künftige Regierungspartei präsentiert und versucht auch in Sachsen-Anhalt, unter anderem in Halle (Saale), Unterstützung in der Bevölkerung sichtbar zu machen.

In ihrem Programm zur Landtagswahl legt die Partei ihre politischen Positionen dar, die von Kritikern unter anderem als nationalkonservativ, autoritär oder ausgrenzend bewertet werden. Eine mögliche Regierungsbeteiligung der AfD nach der Wahl am 6. September wird von Gegnern der Partei als problematisch eingeschätzt.

Das Bündnis „Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage“ äußert ferner Kritik daran, dass entsprechende Veranstaltungen in der Händelstadt stattfinden können. Henriette Quade, Sprecherin des Bündnisses, erklärt, dass sich aus ihrer Sicht hierdurch eine zunehmende gesellschaftliche Akzeptanz extrem rechter Positionen abzeichne. Sie verweist in diesem Zusammenhang auch auf Veranstaltungsorte wie große Hotels und Messegebäude, die für solche Formate genutzt werden.

“Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage” ruft aus diesem Grund dazu auf, am 30.04.2026 entschlossen und gewaltfrei gegen die AfD und die fortschreitende Normalisierung extrem rechter Positionen zu protestieren.

Kundgebungen von “Halle gegen Rechts” am 30.04.2026 ab 16.30 Uhr
– am Kongresszentrum in der Leipziger Straße
– sowie in der Franckestraße (vor dem DORMERO Kongresszentrum)

Weiterhin betont die Sprecherin, dass das Programm der AfD zur Landtagswahl aus Sicht des Bündnisses im Widerspruch zu demokratischen und pluralistischen Grundwerten stehe. Vor diesem Hintergrund wird dazu aufgerufen, sich zivilgesellschaftlich mit den Positionen der Partei auseinanderzusetzen.