ver.di erhöht den Druck vor der dritten Verhandlungsrunde
Halle/verdi. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) erhöht kurz vor dem dritten Verhandlungstermin in der Tarifrunde mit der Autobahn GmbH erneut den Druck auf den Arbeitgeber: ver.di ruft für den 24. Februar zu Arbeitskampfmaßnahmen u.a. an der Niederlassung Ost der bundeseigenen Gesellschaft und in mehreren Autobahnmeistereien auf.
„Es ist bislang eine mühsame Runde mit wenig Fortschritten in der Sache“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Oliver Bandosz am Donnerstag. „Wir setzen darauf, dass die Autobahn GmbH die deutlichen Botschaften der Beschäftigten versteht und ihr Angebot so verbessert, dass es verhandlungsfähig wird. Nur dann kommen wir weiter.“
Die Verhandlungen zwischen ver.di und der Autobahn GmbH des Bundes finden am Mittwoch und Donnerstag (25./26. Februar 2026) in Berlin statt. ver.di fordert sieben Prozent mehr Gehalt für die 14.000 Beschäftigten, mindestens aber 300 Euro monatlich mehr. Auch die Nachwuchskräfte sollen 300 Euro mehr im Monat erhalten, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Gewerkschaft verweist auf die rund 1.000 unbesetzten Stellen der GmbH und den gewaltigen Sanierungsbedarf im deutschen Autobahnsystem: Diese Aufgabe sei nur mit motivierten und qualifizierten Fachkräften zu meistern, die nur bei guten Gehältern und guten Arbeitsbedingungen kommen und bleiben. Der Arbeitgeber bot bisher mit 29 Monaten eine viel zu lange Laufzeit an, zudem wird ein Mindestbetrag abgelehnt, der die unteren und mittleren Lohngruppen stärken würde.
Im Rahmen des Warnstreiks findet am 24. Februar 2026 ab 10 Uhr eine Demonstration durch die Innenstadt von Halle statt. Startpunkt ist die der Standort der Niederlassung Ost (Magdeburger Straße, Halle (Saale)).