Halle/PSt. Mit einem „demokratiegeschichtlichen Fest“ samt Picknick, Streitgespräch und einem Chorwettbewerb gedenkt das Stadtmuseum Halle am Freitag, 20. März 2026, von 15.30 bis 17 Uhr, eines historischen Ereignisses im ehemaligen „Gasthof zur Weintraube“, in der heutigen Burgstraße 45 b. Am 3. April 1848 hat dort ein „Vereinigungsfest“ stattgefunden, bei dem sich Bürgerinnen und Bürger über das Verhältnis von Freiheit und Ordnung austauschten.
Die „Kämpfer des 18. März“ ließ man hochleben. Das Stadtmuseum möchte in der „Weintraube“ an dieses Ereignis der halleschen Demokratiegeschichte erinnern; aktuelle Bezüge sollen diskutiert, es soll gefeiert und gemeinsam gesungen werden.
Der Schauspieler und Regisseur Jonas Schütte moderiert die Veranstaltung, die im Rahmen des bundesweiten Tages der Demokratiegeschichte stattfindet. Das Fest umfasst ein Mitbring-Picknick (Hallenserinnen und Hallenser sind eingeladen, ihren Kaffee und ihren Kuchen selbst mitzubringen); den Vortrag von 1848er-Gedichten und ein 1848er-Streitgespräch (pro Freiheit/pro Ordnung) und eine Debatte darüber, wie das Motto „Form schafft Freiheit“ heute interpretiert wird. Höhepunkt ist ein Chorwettbewerb rund um das 1848er-Bürgerlied von Adalbert Harnisch.
Im Vorfeld des demokratiegeschichtlichen Festes in der Burgstraße ist um 14.30 Uhr ein gemeinsamer Besuch des Laurentiusfriedhofs, Am Kirchtor 2, möglich. Dort wird Rudolf Hayms (1821-1901) und seiner Rolle in der ersten deutschen Nationalversammlung gedacht. Norbert Böhnke, Koordinator für Erinnerungskultur und Stadtgeschichte der Stadt Halle (Saale), spricht am Gedenkstein und Grab von Haym über „Freiheit und Ordnung“.
Die bundesweiten „Tage der Demokratiegeschichte“ finden vom 18. bis 22. März 2026 statt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist Schirmherr.