Konjunkturumfrage II/2026: Saisonal bedingte Baubelebung, aber wenig Optimismus

Handwerkskammer Halle
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Halle/HWK. Im 2. Quartal 2026 bleibt die Stimmung im regionalen Handwerk gedrückt. Lediglich die baunahen Handwerke zeigen eine leichte Belebung. Thomas Keindorf, Präsident der Handwerkskammer Halle, und Maler- und Lackierermeisterin Ellen Müller-Bergmann stellten die aktuellen Konjunkturzahlen vor.

Der Index der Geschäftslage sank gegenüber dem Vorquartal um vier Punkte auf plus 20. Gründe sind die schwache Industriekonjunktur, die schlechte Konsumstimmung und die Unsicherheit durch weltweite Krisen. Auch staatliche Ausgabenprogramme zeigen bislang nur geringe Wirkung.

Die Geschäftserwartungen für das kommende Quartal liegen bei minus 9. Nur 5 Prozent der Betriebe erwarten eine Verbesserung, 21 Prozent eine Verschlechterung. Ein deutlicher Aufschwung ist damit nicht absehbar.

Die Zahl der Beschäftigten blieb mit 57.000 stabil, liegt aber 1.000 unter dem Vorjahreswert. Die Umsätze erholten sich nach dem Rückgang zu Jahresbeginn und stiegen im zweiten Quartal um 17 Prozent. Die Auftragsreichweiten sanken auf 7,7 Wochen, während die durchschnittliche Auslastung mit 78 Prozent unverändert blieb.

Die Zahl der Mitgliedsbetriebe der Handwerkskammer Halle stieg zum 30. Juni auf 12.821. Gleichzeitig setzt sich der Strukturwandel fort: Zulassungspflichtige Betriebe werden weniger, während zulassungsfreie und handwerksähnliche Betriebe zunehmen.

Das Gewerk mit den meisten Betrieben sind die Friseure (963), gefolgt von Kosmetikern (926) und Fliesen-, Platten- und Mosaiklegern (855). Der Landkreis mit den meisten Handwerksbetrieben ist der Saalekreis mit 2.268 Betrieben, gefolgt vom Burgenlandkreis (2.222), Anhalt-Bitterfeld (1.845) und Halle (1.803).