Handwerkskammer: Deutschland braucht wettbewerbsfähige Energiekosten

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Halle/HWK. Das regionale Handwerk unterstützt die Bestrebungen der Europäischen Union, Energie für Unternehmen und Verbraucher zuverlässig, ausreichend und bezahlbar bereitzustellen. „Auch die Nutzung von Kernkraft in Deutschland sollte deshalb ergebnisoffen geprüft werden. Wenn die Debatte in Europa an Fahrt aufnimmt, kommt diese Diskussion für Deutschland aus unserer Sicht sehr spät: Die letzten Kernkraftwerke sind bereits vom Netz gegangen und der Rückbau der Anlagen hat begonnen“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Halle, Dirk Neumann.

Angesichts hoher und zuletzt wieder steigender Energiepreise plädiert Neumann dafür, alle Optionen zu prüfen, die zu wettbewerbsfähigen Energiekosten beitragen können. Er verwies dabei auch auf die Debatte in der Bundespolitik zum Atomausstieg; Bundeskanzler Friedrich Merz bezeichnete den Beschluss demnach als „irreversibel“. Der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer mahnte eine konsistente Energie- und Wirtschaftspolitik an. „Aufgabe der Wirtschaftspolitik muss sein, alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland zu stärken“, so Neumann weiter.