Halle/ADFC. Der ADFC Halle-Saalekreis hat am Friedrichsbad Zwintschöna (Saalekreis) ein Ghost Bike errichtet. Es soll des Radfahrers gedenken, der dort im 20. Juni 2025 tödlich verunglückte. Ghost Bikes sind weiß lackierte Fahrräder, die als stille Mahnmale an Stellen errichtet werden, wo Radfahrende in Unfällen tödlich verletzt wurden. Sie sollen der Verkehrsopfer gedenken und auf Gefahrenstellen hinweisen.
Bis heute kann die L 167 (Zwintschönaer Landstraße/Reideburger Straße) ohne Geschwindigkeitsbeschränkung mit Tempo 100 befahren werden. Und das, obwohl sie auch als Zubringer zum Friedrichsbad auch von Familien und Kindern genutzt wird.
Der ADFC verbindet sein Gedenken an das Verkehrsopfer mit der Forderung, eine verkehrssichere und fehlertolerante Radverkehrsinfrastruktur auszubauen.
Der Fahrradclub fordert das Land zum Handeln und Bau eines Radweges auf. An der Kreuzung Reideburger Straße/Am Friedrichsbad muss außerdem die Geschwindigkeit reduziert werden, um Bremswege zu verkürzen und Reaktionsspielräume zu verlängern. Schon eine kurzfristige Anordnung von Tempo 70 kann eine deutliche Verbesserungen bringen. Seit Jahren kommen das Land und seine Landesstraßenbaubehörde (LSBB) ihrer Pflicht nicht nach, Radwege auch an Landesstraßen auszubauen. Immer wieder kommt es dort deshalb auch zu tödlichen Unfällen, so der ADFC.