Halle/StatLa. Im Jahr 2024 verfügten die Einwohnerinnen und Einwohner von Sachsen-Anhalt über ein durchschnittliches Einkommen von 26.297 Euro. Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt, erreichte dabei der Landkreis Börde mit 27.723 Euro den höchsten Wert. Damit lag der Landkreis Börde um 5,4 % über dem Landesmittel und um 14,3 % über dem Verfügbaren Einkommen der Landeshauptstadt Magdeburg. Dort war das Verfügbare Einkommen je Person 2024 mit 24.244 Euro landesweit am niedrigsten.
Prozentuale Zunahmen zwischen +5,2 % im Jerichower Land und +4,0 % in der Landeshauptstadt Magdeburg
Gegenüber 2023 stieg das Verfügbare Einkommen pro Kopf um 1.165 Euro bzw. 4,6 %. Dabei erhöhte es sich in allen Landkreisen und kreisfreien Städten, wobei der Anstieg in den Landkreisen mit +1.211 Euro bzw. +4,7 % etwas stärker ausfiel als in den kreisfreien Städten (+1.040 Euro bzw. +4,3 %). Die höchste Zunahme gegenüber dem Vorjahr mit +1.354 Euro (+5,2 %) wurde für den Landkreis Jerichower Land ermittelt, die geringste Steigerung gab es mit +943 Euro (+4,0 %) in der Landeshauptstadt Magdeburg.
In 13 von 14 Kreisen höhere absolute Zunahmen als im Bundesdurchschnitt
Im Bundesdurchschnitt nahm das Verfügbare Einkommen pro Person um 1.069 Euro bzw. 3,7 % zu. Dabei erreichten mit Ausnahme der Landeshauptstadt Magdeburg alle anderen Kreise Sachsen-Anhalts höhere absolute Zuwächse als Deutschland. Pro-Kopf betrug das Verfügbare Einkommen in Deutschland 30.069 Euro. Es war damit auch 2024 deutlich höher als in Sachsen-Anhalt und auch höher als im Landkreis Börde.
Einkommen aus Erwerbstätigkeit und Vermögen steigt ebenfalls
Grundlage für die Berechnung des Verfügbaren Einkommens ist das Einkommen aus Erwerbstätigkeit und Vermögen, das sogenannte Primäreinkommen. Das durchschnittliche Primäreinkommen betrug 2024 in Sachsen-Anhalt pro Kopf 26.408 Euro. Die Spannweite reichte dabei von 29.467 Euro im Landkreis Börde bis zu 23.265 Euro im Landkreis Mansfeld-Südharz. Das Primäreinkommen nahm pro Kopf gegenüber 2023 ebenfalls in allen Landkreisen und kreisfreien Städten zu. Die Zunahmen reichten von +1.188 Euro in der kreisfreien Stadt Dessau-Roßlau bis +952 Euro im Landkreis Stendal.
Hintergrund
Das Verfügbare Einkommen zeigt an, wie viel an Geld durchschnittlich je Einwohnerin bzw. Einwohner für Konsum und Sparen zur Verfügung steht. Das Verfügbare Einkommen ergibt sich aus dem Primäreinkommen, von welchem einerseits die geleisteten Transfers (z. B. Sozialbeiträge oder Lohn- und Einkommensteuer) abgezogen und andererseits die erhaltenen Sozialtransfers (Renten, Sozialhilfe, Kinder- und Elterngeld u. Ä.) hinzugefügt werden. Die Einkommenswerte werden neben den wirtschaftlichen Gegebenheiten einer Region auch von den Pendlerverflechtungen mit dem Umland und der demografischen Struktur beeinflusst.