Deutscher Filmmusikpreis 2026 – Verleihung in der Oper Halle

Oper Halle
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Halle/PSt. Der Deutsche Filmmusikpreis wird 2026 zum 13. Mal verliehen. Jochen Schmidt-Hambrock erhält den Ehrenpreis für sein filmmusikalisches Schaffen. Auch die Nominierten in den Kategorien „Beste Musik im Film“ und „Nachwuchs“ stehen fest.

Die Preisverleihung findet am 7. November im Rahmen des Galakonzerts der 19. Filmmusiktage Sachsen-Anhalt in der Oper Halle statt. Ziel ist es, herausragende Leistungen der Filmmusik stärker in die Öffentlichkeit zu rücken.

Ehrenpreis für Jochen Schmidt-Hambrock

Jochen Schmidt-Hambrock komponierte Musik für mehr als 150 Kino- und TV-Produktionen. Zu seinen Arbeiten zählen zahlreiche „Tatort“-Folgen, Spielfilme, Serien und Jingles sowie die Titelmelodie der Originalserie „Pettersson und Findus“ (ab 2000). Zudem war er an den Kompositionen für die Oscar-prämierten beziehungsweise nominierten Filme „Nirgendwo in Afrika“ (2001) und „Jenseits der Stille“ (1996) beteiligt.

Als Bassist spielte er unter anderem in Klaus Doldingers Fusion-Jazz-Band Passport und arbeitete mit renommierten Musikern wie Friedrich Gulda, Manfred Schoof und Billy Cobham zusammen.

Der Ehrenpreis wird von Hans P. Ströer überreicht, dem Preisträger des Vorjahres. Zu dessen Arbeiten gehören unter anderem „Die Manns – ein Jahrhundertroman“ (2001) und „Buddenbrooks“ (2008) sowie Produktionen mit Udo Lindenberg.

Nominierte: „Beste Musik im Film“

  • Markus Kienzl ist für seine Musik zur deutsch-österreichischen TV-Serie „Sternstunde der Mörder“ (2026) nominiert. Mit seiner Band Sofa Surfers komponierte er zahlreiche Soundtracks, darunter für Verfilmungen der Wolf-Haas-Kriminalromane. Weitere Arbeiten entstanden für „Das ewige Leben“ (2015), „Tatort“, „Der Pass“ und „Die Ibiza Affäre“. 2016 erhielt er eine Grammy-Nominierung.
  • Florian Tessloff wurde für seine Musik zu „Blackbird“ (2026) nominiert. Sein Werk umfasst Spiel- und Dokumentarfilme sowie TV-Produktionen. Dazu zählen „Der Baader-Meinhof-Komplex“ (2008), der Oscar-nominierte Kurzfilm „Raju“ (2010), „Sisters Apart“ und die Serie „Bonn“ (2023). 2016 erhielt er den GEMA-Musikautorenpreis.
  • Karim Sebastian Elias ist für seine Komposition zum Film „Adams Acht“ (2026) von Hannu Salonen nominiert, der aktuell im Kino läuft und von der Sunday Filmproduktion GmbH aus Halle (Saale) mitproduziert wurde. Zu seinen Arbeiten zählen die Serie „Ku’Damm 63“ (2021) sowie die international ausgezeichneten, Oscar-nominierten Dokumentarfilme „Cutting through Rocks“ (2025) und „Of Fathers and Sons“ (2019).

Nominierte: „Nachwuchs“

  • Maximilian Lindinger (*1996, Rotthalmünster) studierte an der Hochschule für Musik und Theater München. Er komponiert für Film und Fernsehen, darunter die Serie „Rote Rosen“, und arbeitet für Theaterhäuser wie das Deutsche Schauspielhaus Hamburg. Seine Musik wurde unter anderem von den Münchner Symphonikern aufgeführt. 2026 war er für den Peer Raben Music Award nominiert und nahm am Festival International Music and Cinema Marseille teil.
  • Georg Mausolf (*1997, Halle (Saale)) arbeitet genreübergreifend an Filmmusik, Videospielmusik und Trailern, unter anderem für „Vikings: Valhalla“ und „Honor of Kings“. Er studierte Tonmeisterwesen und Filmmusik in Deutschland und absolvierte das UCLAx Film Scoring Certificate Program. Seine Kompositionen wurden unter anderem von den Brüsseler Philharmonikern, dem Deutschen Filmorchester und der Staatskapelle Halle aufgeführt. 2023 erreichte er den zweiten Platz beim FMF Young Talent Award.

Die Jury

Über die Auszeichnungen in der Kategorie „Beste Musik im Film“ entscheidet eine vierköpfige Jury: der Film-, Fernseh- und Theaterkomponist Peter W. Schmitt, die Komponistin und Sängerin Rickie Lee Kroell, der Filmkomponist Alexander Detig sowie Prof. Dr. Georg Maas, emeritierter Professor für Musikpädagogik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Erstmals wählen ehemalige Preisträgerinnen und Preisträger die Gewinner der Nachwuchskategorie. Zur Jury gehören Arezou Rezaei (2024), Marta Kowalczuk (2022), Chrisna Lungala (2023), Hannes Ohde (2023), Pelle Parr (2022) und der Vorjahrespreisträger Peter Albrecht (2025).

Über den Deutschen Filmmusikpreis

Der Deutsche Filmmusikpreis zählt zu den wichtigen Auszeichnungen der Branche und würdigt herausragende Leistungen des deutschen und internationalen Filmmusikschaffens. Seit 2014 wird er im Rahmen der Filmmusiktage Sachsen-Anhalt verliehen. Er stärkt die Sichtbarkeit der Filmmusik und fördert Nachwuchstalente. Zu den bisherigen Preisträgerinnen und Preisträgern zählen unter anderem Rachel Portman, Anne Dudley, Hildur Guðnadóttir, Volker Bertelmann und Reinhold Heil.

Der Preis wird vom International Academy of Media and Arts e. V. (IAMA) gemeinsam mit der Deutschen Filmkomponist:innenunion DEFKOM ausgerichtet.