Halle/AWO. Ein Tanz im Sommerregen zwischen bunt bemalten Steinen, dazu Musik, die Menschen zusammenbringt: Einen schöneren und bewegenderen Abschluss hätte das Straßenkunstprojekt des AWO Landesverbandes Sachsen-Anhalt auf dem Marktplatz in Halle (Saale) kaum finden können. Zwei Tage lang waren Freude, Hoffnung, Kreativität und Gemeinschaft überall spürbar. Am 21. und 22. August 2026 wurde mit dem „Haus der Zukunft“ mitten im Herzen der Saalestadt sichtbar, wie eine lebenswerte Zukunft gestaltet werden kann.
1.000 Steine voller Wünsche und Visionen
Unzählige Begegnungen, Gespräche und jede Menge inspirierende Momente machten das „Haus der Zukunft“ zu einem ganz besonderen Ort. Vor allem Kinder und Jugendliche hinterließen ihre Spuren und brachten ihre Wünsche, Träume und Visionen auf Steine. Hinter „1.000 Steine“ verbergen sich 1.000 einzigartige Kunstwerke voller Fantasie, Mut und Zuversicht. Die Botschaft, die dabei am häufigsten genannt wurde, bewegte viele Menschen gleichermaßen: Frieden in der Welt. Doch auch Liebe, Menschenrechte, Familie, Freundschaft, Zusammenhalt und Solidarität fanden ihren Platz und zeigten eindrucksvoll, was den Menschen wirklich wichtig ist.
Gemeinsam über die Zukunft nachdenken
Im Mittelpunkt stand die große Frage: Wie erleben wir unsere Gesellschaft heute und wie wollen wir sie morgen gestalten? Die Antworten darauf waren so vielfältig wie die Menschen selbst. Das „Haus der Zukunft“ wurde erneut zu einem lebendigen Treffpunkt voller Begegnungen, Inspiration und Optimismus.
Musik, Theater und Tanz auf der Bühne
Auch das abwechslungsreiche Bühnenprogramm begeisterte die Besucher*innen. Die Martin Rühmann Band und Liedermacher Gent Salverius sorgten für bewegende musikalische Momente. Luftartistin Jana Korb ließ das Publikum mit ihrer spektakulären Performance staunen. Die Theateraufführung der Grundschule Rosa Luxemburg Halle und die Tanzvorführung der AWO-Kita „Goldener Gockel“ aus Halle brachten Lebensfreude, Kreativität und Begeisterung auf die Bühne. Überall war spürbar: Hier kommen Menschen zusammen, hier entsteht Gemeinschaft.
Mitmachen, ausprobieren und ins Gespräch kommen
An den zahlreichen Mitmachständen wurde gestaltet, diskutiert, gelacht und ausprobiert. Ob beim T-Shirt-Druck, an den Kreativangeboten, beim Informieren an den Infoständen oder mit einer Zuckerwatte in der Hand: Das „Haus der Zukunft“ verband Menschen aller Generationen und schuf Raum für Austausch, neue Ideen und gelebten Zusammenhalt. Nach Magdeburg und Zeitz setzte auch Halle ein starkes Zeichen für eine offene, solidarische und lebenswerte Zukunft.
Was bleibt: Gemeinschaft und Zuversicht
Selbst der Wolkenbruch am Samstag konnte diese Botschaft nicht überdecken. Zwar hielt das „Haus der Zukunft“ den Regenmassen nicht stand und musste früher als geplant abgebaut werden. Doch was bleibt, ist weit mehr als eine Installation: Es bleiben Begegnungen, Erinnerungen, Inspiration und die Gewissheit, dass Veränderung dort beginnt, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen. Die AWO steht für Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Toleranz. Und genau diese Werte waren an diesen Tagen in Halle nicht nur sichtbar, sondern mitreißend lebendig. Sie werden auch künftig in neuen Projekten Kraft geben, um gemeinsam Zukunft zu gestalten.