Halle. LVA. Ministerpräsident Sven Schulze hat bei seinem gestrigen Besuch im Landesverwaltungsamt die Leistungen der Beschäftigten gewürdigt und ihnen für ihr Engagement gedankt. Der Besuch reiht sich in eine intensive Phase politischer Diskussionen über die künftige Ausgestaltung und Struktur der Landesverwaltung ein, die auch die Rolle und Zukunft des Landesverwaltungsamtes betrifft.
In seiner Rede stellte er heraus, dass eine gut funktionierende, stabile und leistungsfähige Verwaltung eine unverzichtbare Grundlage für staatliches Handeln ist. Zugleich erteilte er pauschalen Strukturansätzen eine deutliche Absage. Einen „Rasenmäheransatz“ werde es mit ihm nicht geben. Ebenso sprach er sich gegen kurzfristigen Aktionismus und unabgestimmte Umstrukturierungen aus. Stattdessen betonte er die Notwendigkeit, bestehende Strukturen mit Augenmaß weiterzuentwickeln.
Der Präsident des Landesverwaltungsamtes, Thomas Pleye, machte in seinen Ausführungen deutlich, dass sich das Haus in strukturelle Weiterentwicklungen aktiv einbringen wird. Vor diesem Hintergrund plädierte Pleye dafür, den Schwerpunkt der aktuellen Reformüberlegungen unter anderem auf eine konsequente Aufgabenreduzierung zu legen. Hierfür habe das Landesverwaltungsamt bereits in der Vergangenheit eine Vielzahl konkreter Vorschläge unterbreitet, die aus der praktischen Erfahrung heraus entstanden sind.
„Effizientes Verwaltungshandeln liegt auch in unserem eigenen Interesse“, so Pleye. „Echte Entlastung und Entbürokratisierung entsteht jedoch nicht durch das Verschieben von Aufgaben, sondern dort, wo Aufgaben tatsächlich entfallen.“ Zugleich unterstrich er die zentrale Bedeutung der Bündelungsfunktion des Landesverwaltungsamtes. Diese ermögliche es, Fachkompetenz zu konzentrieren, Verfahren zu vereinheitlichen und effizient zu gestalten. Erfahrungen zeigten dagegen deutlich, dass eine Zersplitterung von Zuständigkeiten zu höherem Abstimmungsaufwand, längeren Verfahrenszeiten und zusätzlichen Kosten führt.