Im Jahr 2025 erhielten in Sachsen-Anhalt 2.915 ausländische Personen durch Einbürgerung die deutsche Staatsbürgerschaft, davon 1 564 Männer (53,7 %) und 1.351 Frauen (46,3 %). Die Zahl stieg im Vergleich zum Vorjahr um 102 Personen (+3,6 %) an.
Die Einbürgerungen entfielen auf 970 Personen (22,1 %) aus Europa, 1.615 (68,3 %) aus Asien und 211 (4,9 %) aus Afrika. Spitzenreiter waren Syrer mit 1.013 Personen (-31 % gegenüber 2024). Weitere häufig eingebürgerte Staatsangehörigkeiten waren Russland (233; +73,9 %), Ukraine (173; +6,8 %) und Afghanistan (117; +15,8 %). Insgesamt betrafen die Einbürgerungen 106 verschiedene Staatsangehörigkeiten.
Von den Eingebürgerten waren 762 unter 18 Jahre alt (26,1 %), 941 zwischen 18 und 35 (32,3 %) und 676 zwischen 35 und 45 (23,2 %). 1 837 Personen (63 %) erhielten die Staatsbürgerschaft nach § 10 Abs. 1 StAG, 829 (30,6 %) im Rahmen von Miteinbürgerungen von Ehegatten oder minderjährigen Kindern (§ 10 Abs. 2 StAG).
Die meisten Einbürgerungen erfolgten in Halle (Saale, 579; 19,9 %), Magdeburg (535; 18,4 %) und Dessau-Roßlau (227; 7,8 %). Bei den Landkreisen reichten die Zahlen von 28 (Anhalt-Bitterfeld; 0,9 %) bis 241 (Salzlandkreis; 8,3 %). Die höchsten Zuwächse gab es im Landkreis Harz (+78,8 %) und Salzlandkreis (+56,5 %).
Im Jahr 2025 wurden in Sachsen-Anhalt 4.961 Einbürgerungsanträge gestellt, davon 53,2 % von Männern und 45,0 % von Frauen. 2 809 Anträge (56,6 %) kamen von Personen mit asiatischer Staatsangehörigkeit, davon 1.573 (31,7 %) von Syrern. In den kreisfreien Städten hatte Halle (Saale) mit 1 126 Anträgen (22,7 %) die meisten, bei den Landkreisen lag der Salzlandkreis mit 552 (11,1 %) vorne.
Angaben: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt.