Halle/RO. Am Samstag, 11. April 2026, findet um 14 Uhr die Eröffnung der Ausstellung über den ehemals im „Roten Ochsen“ inhaftierten Künstler Hans-Dieter Schwarz statt. Neben einer Kuratorenführung wird Bettina Elze, Tochter des Künstlers, persönliche Eindrücke über ihren Vater und dessen Leben schildern.
Ende 1955 verhafteten Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit den Köthener Maler und Grafiker Hans-Dieter Schwarz (1923-1991) wegen der Anfertigung einiger Karikaturen. Sie thematisierten z. B. den Volksaufstand vom 17. Juni 1953 und zeigten DDR-Politiker. Ein Gericht in Halle verurteilte ihn zu zwei Jahren Gefängnis. Die von Anastasia Heine und Albano Ahmeti gemeinsam mit der Familie erarbeitete Ausstellung zeigt sowohl die künstlerische Bandbreite seines Schaffens als auch den Umgang mit staatlichen Zwängen.
Vom 11. April bis 26. Juni 2026 ist die Ausstellung „Hans-Dieter Schwarz: Ein Künstlerleben zwischen Umbruch, Repression und Freiheit“ während der Öffnungszeiten in der Gedenkstätte zu sehen.
Die Gedenkstätte hat zudem am 11. und 12. April jeweils von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Am Sonntag wird um 14 Uhr eine Führung angeboten. Der Eintritt ist frei.