Halle/MF. Mit der umfassenden Sanierung des Instituts für Pharmazie sowie der Gebäudeteile B und D des Instituts für Chemie verfügt die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) über weitere zukunftsfähige Forschungs- und Lehrgebäude. Die Baumaßnahmen wurden durch das Amt für Immobilien- und Baumanagement (AIB) Halle (Saale), vormals Bau- und Liegenschaftsmanagement Sachsen-Anhalt (BLSA), umgesetzt. Das AIB – als nachgeordnete Behörde des Finanzministeriums – hat heute die neuen Gebäude im feierlichen Rahmen an die Nutzer übergeben.
Finanzstaatssekretär Rüdiger Malter: „Die Baumaßnahmen stellen einen bedeutenden Beitrag zur Modernisierung der Hochschul- und Forschungslandschaft in Sachsen-Anhalt dar. Die fast zeitgleiche Umsetzung der umfangreichen Bauprojekte der Institute Pharmazie, Chemie und auch Geobotanik war für die Universität und den Baubetrieb eine große Aufgabe. Ich danke allen für die sehr gute Zusammenarbeit. Mit den abgeschlossenen Sanierungen stehen der Martin-Luther-Universität nun hochmoderne, energetisch sanierte und den aktuellen wissenschaftlichen Anforderungen entsprechende Institutsgebäude zur Verfügung. Auf das, was hier geschaffen wurde, können alle am Bau Beteiligten und die künftigen Nutzer sehr stolz sein.“
Rektorin Prof. Dr. Claudia Becker: „Wir freuen uns über die sanierten Institute für Pharmazie und Chemie, die modernen Lehrräume und die sehr gut ausgestatteten Labore. Eine leistungsfähige Universität braucht eine leistungsfähige Infrastruktur. Investitionen in den Hochschulbau stärken Wissenschaft, Innovation und den Wirtschaftsstandort gleichermaßen. Deshalb müssen diese Investitionen auch in Zukunft eine hohe Priorität haben.“
Institut für Pharmazie
Das Institut für Pharmazie zählt zu den größten pharmazeutischen Hochschuleinrichtungen Deutschlands. Dank der Förderung aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) konnte das Ende der 1960er-Jahre errichtete Gebäude sowohl baulich als auch technisch grundlegend modernisiert werden.
Bei der Sanierung wurden die denkmalgeschützten Elemente des Gebäudes sorgfältig erhalten und aufgearbeitet. Dazu gehören unter anderem das historische Hörsaalgestühl, die Tafelanlage, die charakteristische Raumstruktur und Beleuchtungsausstattung sowie die Hörsaalfassade. Gleichzeitig wurden sämtliche Maßnahmen an die heutigen öffentlich-rechtlichen Anforderungen angepasst – darunter Arbeitsschutz, Barrierefreiheit, Brandschutz, Gentechnik sowie die Vorgaben des Veterinäramtes.
Die neue technische Ausstattung schafft hervorragende Voraussetzungen für Forschung und Lehre. Modern ausgestattete Labore, energieeffiziente Lüftungs- und Raumlufttechnik mit Wärmerückgewinnung, eine leistungsfähige Medienversorgung sowie moderne Gebäudeautomation bieten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ebenso wie Studierenden optimale Arbeitsbedingungen.
Bauzeit:
12/2019 – 06/2026
Gesamtkosten:
39.634.000 Euro Baukosten
1.506.400 Euro Ersteinrichtung
Hauptnutzfläche:
2.883 m²
Institut für Chemie
Parallel dazu wurden die Gebäudeteile B und D des Instituts für Chemie umfassend saniert, auch hier dank der Förderung aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude aus den 1950er-Jahren sind Teil eines größeren Gebäudekomplexes mit dem angrenzenden Institut für Pharmazie.
Im Mittelpunkt der Baumaßnahmen standen die energetische Modernisierung sowie die Schaffung zeitgemäßer Arbeitsbedingungen. Erneuert wurden unter anderem Dächer und Geschossdecken, Fassaden und Innenputz, Fenster, Türen und Bodenbeläge sowie die komplette technische Gebäudeausrüstung. Im ehemaligen Kohlebunker wurden Technikflächen für eine gebäudeübergreifende Kälteversorgung geschaffen und an die bestehende Infrastruktur angebunden.
Bauzeit:
02/2019 – 08/ 025
in zwei Bauabschnitten
Gesamtkosten:
28.060.000,00 Euro
1.300.000 Euro Ersteinrichtung
Hauptnutzfläche:
1.948 m²