Magdeburg/HZA. „Das ist die bisher größte jemals sichergestellte Menge an E-Zigaretten im Bereich des Hauptzollamts Magdeburg“, erklärt André Schneevoigt, Pressesprecher des Hauptzollamts Magdeburg. In vier Fällen deckten Zöllnerinnen und Zöllner zwischen dem 10. August und 4. September 2026 den Schmuggel von insgesamt 115.800 unversteuerten und nicht zugelassenen E-Zigaretten auf. Dadurch wurde ein Steuerschaden von rund 1,4 Millionen Euro verhindert.
Der erste Aufgriff gelang am 10. August auf der BAB 2. In einem LKW mit rumänischen Kennzeichen fanden die Beamten 12.600 E-Zigaretten mit 252.000 Millilitern Liquid. Der Steuerschaden hätte rund 80.600 Euro betragen.
Den größten Schaden verhinderte die Kontrolleinheit Verkehrswege (KEV) am 28. August auf einem Autohof an der BAB 38 bei Sangerhausen. In einem Lkw wurden 44.000 unversteuerte E-Zigaretten mit 1,73 Millionen Millilitern Liquid entdeckt. Der Steuerschaden belief sich auf rund 553.600 Euro. Der Fahrer wurde vorläufig festgenommen.
Weitere Kontrollen am 3. und 4. September auf den Autobahnen 2 und 38 führten zur Sicherstellung von weiteren 59.200 E-Zigaretten. Allein der letzte Aufgriff umfasste 48.000 Stück und verhinderte einen Steuerschaden von rund 691.200 Euro.
Gegen alle Fahrer wurden Strafverfahren wegen des Verdachts der gewerbsmäßigen Steuerhehlerei sowie Verstößen gegen das Tabaksteuer- und Tabakerzeugnisgesetz eingeleitet. Die E-Zigaretten wurden sichergestellt. Die weiteren Ermittlungen führen die Zollfahndungsämter Dresden und Hannover.
Zusatzinformation
Auch für Liquids fällt seit dem 1. Juli 2022 Tabaksteuer an. Zudem gelten gesetzliche Vorgaben zur Kennzeichnung und Produktausgestaltung, darunter die Begrenzung vorbefüllter Tanks auf maximal zwei Milliliter.