Mehr Insolvenzanträge in den ersten 3 Quartalen 2025

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Halle/StatLa. In den ersten 3 Quartalen 2025 meldeten die Amtsgerichte in Sachsen-Anhalt 2.716 Insolvenzanträge. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, wurden damit im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres 309 bzw. 12,8 % mehr Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.

Der Anstieg wurde maßgeblich durch den Zuwachs an Insolvenzverfahren von Unternehmen (+20,3 %) und Verbraucherinnen und Verbrauchern (+12,1 %) verursacht.

Im III. Quartal 2025 verlangsamte sich der Anstieg bei den Insolvenzverfahren. Wurden in den den ersten beiden Quartalen 2025 noch 20,9 % (I. Quartal) bzw. 16,0 % (II. Quartal) mehr Insolvenzverfahren registriert, waren es im III. Quartal mit 889 Insolvenzverfahren nur noch 3,1 % mehr als im gleichen Vorjahresquartal.

Anders als bei der Anzahl der Insolvenzverfahren stiegen die voraussichtlichen Forderungssummen im III. Quartal im Vergleich zu 2024 stark an. Hier wurden 83,6 % höhere Forderungssummen als im III. Quartal 2024 gemeldet. Die voraussichtlichen Forderungen betrugen 267,6 Mio. Euro und damit 121,8 Mio. Euro mehr als im gleichen Vorjahresquartal. Insgesamt beliefen sich die Forderungen in den ersten 3 Quartalen auf 582,3 Mio. Euro. Sie waren damit um 64,3 % höher als im vorherigen Jahr. Im Vorjahr betrugen die Forderungen aus den ersten 3 Quartalen 354,5 Mio. Euro.

Der Anteil von Unternehmen an den Insolvenzforderungen insgesamt im III. Quartal 2025 lag bei 78,2 %. Das waren 12,7 Prozentpunkte mehr als im III. Quartal 2024. Die Forderungen aus den Verbraucherinsolvenzen sanken hingegen leicht um 0,9 % auf 27,0 Mio. Euro.