Halle/StatLa. Im April 2025 lag der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst ohne Sonderzahlungen von Vollzeitbeschäftigten bei 4.010 Euro (+4,9 % gegenüber April 2024), wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt aus den Ergebnissen der Verdiensterhebung mitteilt. Die Mehrzahl der Vollzeitbeschäftigten (59 %) wurde von ihrem Arbeitgeber als Fachkraft eingestuft. Fachkräfte verdienten durchschnittlich 3.494 Euro brutto im April 2025 (+4,5 % gegenüber 2024). Bei Spezialisten (16 % der Vollzeitbeschäftigten) lag der Verdienst bei 4.717 Euro (+6,8 %). Experten hatten einen Anteil von 13 % an allen Vollzeitjobs und verdienten 6.401 Euro (+8,4 %). Bei Helfern, 12 % der Vollzeitjobs, lag der Verdienst bei 2.967 Euro (+3,9 %).
Ausbildung
Die schulische und die berufliche Ausbildung beeinflusste die Höhe des monatlich erreichten Bruttoverdienstes im April 2025. Ohne Schulabschluss lag das durchschnittliche Niveau des Bruttomonatsverdienstes im April 2024 bei 2.806 Euro (-1,0% ggü. April 2024). Mit einem Haupt- oder Volkshochschulabschluss betrug der Verdienst 3.203 Euro (+5,9 %). Mit dem Abschluss der mittleren Reife oder einem gleichwertigen Abschluss konnten 3.614 Euro (+4,2 %) verdient werden. Mit einem Abitur oder Fachabitur waren im Schnitt 5.312 Euro Verdienst (+4,7 %) möglich.
Mit einem anerkannten Berufsausbildungsabschluss lag der Verdienst im Durchschnitt bei 3.563 Euro im April 2025. Ohne beruflichen Ausbildungsabschluss waren es 3.095 Euro. Ausbildungsabschlüsse als Meister, Techniker oder an einer Fachschule mit führten zu Verdiensten in Höhe von durchschnittlich 4.473 Euro. Mit einem Bachelor in der Tasche konnten 4.650 Euro erreicht werden. Ein Diplom, Magister, Master oder ein Staatsexamen führte zu Verdiensten in Höhe von 6.177 Euro. Promovierte oder habilitierte Vollzeitbeschäftigte wurde im Schnitt mit 9.478 Euro vergütet.
Berufsgruppen
Nach Berufsgruppen (KldB 2010) waren die Verdienste im April 2025 in Sachsen-Anhalt am höchsten in den Berufen der Human- und Zahnmedizin (9.726 Euro), gefolgt von Berufen im Bereich der Geschäftsführung und Vorständen (9.723 Euro). Lehr- und Forschungstätigkeiten an Hochschulen wurden im Schnitt mit 7.137 Euro vergütet, Offiziere der Bundeswehr erhielten 6.094 Euro für ihre Tätigkeiten. Im Bereich Mathematik und Statistik lag der Verdienst durchschnittlich bei 5.905 Euro, in der Theologie und Gemeindearbeit waren es 5.783 Euro.
Unterhalb des Durchschnittsverdienstes (4.010 Euro) wurden im April 2025 unter anderem Tätigkeiten in Bereichen der Floristik (2.187 Euro), der Pferdewirtschaft (2.491 Euro), der Gastronomie (2.625 Euro), der Reinigung (2.907 Euro), der Hotellerie (2.915 Euro), der Lagerwirtschaft, Post, Zustellung und Güterumschlag (3.030 Euro) oder auch der Fahrzeugführung im Straßenverkehr (3.061 Euro) vergütet.
In den sachsen-anhaltischen Fachkräfteengpassberufen gab es im April 2025 folgende Verdienstmöglichkeiten:
In den Berufen der Gastronomie war als Fachkraft in Vollzeit ein Verdienst von 2.668 Euro möglich. Engpässe gab es auch im Bereich Fahrzeug-, Luft-Raumfahrt-, Schiffbautechnik, hier lag der Durchschnittsverdienst bei 3.293 Euro zum Beispiel als Fachkraft für Kraftfahrzeugtechnik mit 3 156 Euro. Fachkräfte in der Klempnerei erhielten 3.316 Euro, Fachkräfte im Bereich Sanitär, Heizung, Klimatechnik 3.637 Euro und in der Kältetechnik 3.741 Euro. Im Bereich der Energietechnik lag das durchschnittliche Verdienstniveau bei 3.638 Euro, Fachkräfte für Energie-, Kraftwerkstechnik verdienten im April 2025 durchschnittlich 5.383 Euro, für Bauelektrik 3.561 Euro und für regenerative Energietechnik 2.918 Euro.
In der Gesundheits- und Krankenpflege, im Rettungsdienst und in der Geburtshilfe (Bruttomonatsverdienst: 4.378 Euro) wurden zum Beispiel Fachkräfte in der Gesundheits- und Krankenpflege (4.691 Euro) gesucht. Mangel bestand ebenfalls im Bereich der Altenpflege (durchschnittliche Verdienstmöglichkeiten von 4.314 Euro) oder Fachkräften als Koch oder Köchin (Verdienstmöglichkeiten von 2.685 Euro). Von den 873.000 im April 2025 in der Verdiensterhebung erfassten Beschäftigungsverhältnissen entfielen 58 % auf Vollzeitbeschäftigte, auf welche sich die hier dargestellten durchschnittlichen Bruttomonatsverdienste beziehen.