Halle/StatLa. 122.000 Einwohnerinnen und Einwohner Sachsen-Anhalts unterhielten sich zu Hause 2024 neben Deutsch noch in mindestens einer weiteren Sprache, wie das Statistische Landesamt anlässlich des Internationalen Tages der Muttersprache am 21. Februar mitteilt. Damit waren 5,8 % der in Privathaushalten am Hauptwohnsitz lebenden Bevölkerung (insgesamt 2.103.000 Personen) sogenannte Mehrsprachlerinnen und Mehrsprachler, die sich im häuslichen Umfeld nicht ausschließlich auf Deutsch unterhielten.
Ausgehend von den Daten des Mikrozensus 2024 sprachen 63.000 Menschen in Sachsen-Anhalt zu Hause kein Deutsch, sondern eine oder mehrere Fremdsprachen. Dies entsprach einem Anteil von 3,0 % an der in Privathaushalten lebenden Bevölkerung. Demgegenüber redeten 91,2 % der Menschen in ihren eigenen vier Wänden ausschließlich Deutsch.
Von den Personen, die zu Hause kein Deutsch sprachen, sondern sich ausschließlich in einer anderen Sprache unterhielten, hatten praktisch alle einen Migrationshintergrund. Die große Mehrheit (88,9 %) hiervon waren Personen mit eigener Migrationserfahrung, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besaßen (56.000).
Unter denjenigen, die zu Hause neben einer Fremdsprache auch Deutsch nutzten, hatten 113.000 einen Migrationshintergrund. Davon waren 76.000 Ausländerinnen und Ausländer mit eigener Migrationserfahrung. Insgesamt lebten 2024 in Sachsen-Anhalt 142.000 Ausländerinnen und Ausländer mit eigener Migrationserfahrung in Privathaushalten. Der Anteil der ausländischen Bevölkerung, die zu Hause neben einer Fremdsprache auch Deutsch sprach, lag somit bei 53,5 %.
Der Mikrozensus ist eine jährliche 1%ige Stichprobenerhebung der Privathaushalte.