Im Jahr 2025 arbeiteten laut ersten Ergebnissen der Unterstichprobe des Mikrozensus (Labour Force Survey, integrierte Arbeitskräfteerhebung) rund 107.000 abhängig Beschäftigte (ohne Auszubildende) in Sachsen-Anhalt zumindest zeitweise im Homeoffice. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, entsprach dies 12,3 % der insgesamt 868.000 abhängig Beschäftigten. Frauen nutzten die Möglichkeit häufiger als Männer: 60.000 Frauen (14,2 %) arbeiteten zumindest zeitweise von zu Hause, gegenüber 47.000 Männern (10,6 %).
Anteil der Homeoffice-Beschäftigten steigt langfristig
Im Vergleich zu 2021 stieg der Anteil der abhängig Beschäftigten im Homeoffice um 1,8 Prozentpunkte. Damals arbeiteten rund 93.000 Personen (10,5 %) innerhalb der letzten vier Wochen von zu Hause. 2024 lag der Anteil bei 10,7 % beziehungsweise 96.000 Personen.
Im Zehnjahresvergleich hat sich der Anteil mehr als zweieinhalbfacht: 2015 arbeiteten rund 41.000 abhängig Beschäftigte (4,4 %) im Homeoffice.
Homeoffice zunehmend an weniger Arbeitstagen
Während der Corona-Pandemie setzten viele Unternehmen verstärkt auf Homeoffice. Über gut sechs Monate galt zudem eine gesetzliche Pflicht für Arbeitgeber, ihren Beschäftigten unter bestimmten Bedingungen das Arbeiten von zu Hause zu ermöglichen. Seit 2021 hat sich die Homeofficequote bei etwas mehr als 10 % stabilisiert. Deutlicher veränderte sich jedoch die Häufigkeit: 2021 arbeiteten während der Hochphase der Pandemie 68,2 % an mindestens der Hälfte ihrer Arbeitstage von zu Hause.
Inzwischen hat sich dieses Verhältnis umgekehrt. Während 2023 noch etwa die Hälfte der Beschäftigten an weniger als der Hälfte ihrer Arbeitstage im Homeoffice arbeitete, waren es 2025 bereits 53,2 %. Damit lag der Anteil 1,7-mal so hoch wie 2021. Der leichte Anstieg der Homeofficequote gegenüber 2024 ging somit vor allem auf Beschäftigte zurück, die ein bis zwei Tage pro Woche von zu Hause arbeiteten.