Mehr als 100.000 Menschen wurden 2023 in Sachsen-Anhalt von Angehörigen gepflegt

Alte Dame Hand
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Halle/StatLa. Ende 2023 erhielten in Sachsen-Anhalt 104.853 pflegebedürftige Menschen ausschließlich Pflegegeld und nahmen keine ambulanten Pflegeleistungen in Anspruch. Gegenüber 2021 stieg die Zahl der ausschließlich mit Pflegegeld versorgten Personen um 28.944 bzw. 38,1 %. Damit gewann die häusliche Pflege durch Angehörige weiter an Bedeutung. 2023 betrug ihr Anteil an allen Pflegebedürftigen (204.236) 51,3 %, wie das Statistische Landesamt anlässlich des Europäischen Tages der pflegenden Angehörigen am 6. Oktober mitteilt.

Deutlicher Anstieg der Pflege durch Angehörige

Seit 2017 erhöhte sich die Zahl der ausschließlich durch Pflegegeld unterstützten Pflegebedürftigen von 50.723 auf 104.853 Personen. Innerhalb von 6 Jahren hat sich ihre Zahl damit mehr als verdoppelt. Zusätzlich wurden 2023 noch 47.012 Pflegebedürftige zu Hause durch ambulante Pflege- und Betreuungsdienste versorgt, sodass die Gesamtzahl der Pflegebedürftigen, die in ihren eigenen 4 Wänden versorgt wurden, bei 204.236 Menschen lag.

Pflegegrad 2 am häufigsten vertreten bei Pflegegeldempfangenden

Die meisten ausschließlich durch Angehörige versorgten Pflegebedürftigen hatten Pflegegrad 2. Das traf 2023 auf 63.365 Personen zu. Weitere 32.005 Personen hatten Pflegegrad 3, 7.267 Pflegegrad 4 und 2.216 Pflegegrad 5. Pflegebedürftige mit höheren Pflegegraden wurden damit ebenfalls häufig im häuslichen Umfeld betreut.

Hochaltrige bildeten die größte Gruppe

Die Pflege durch Angehörige konzentrierte sich insbesondere auf ältere Menschen. Mehr als die Hälfte der ausschließlich mit Pflegegeld versorgten Pflegebedürftigen war 80 Jahre oder älter. Allein in der Altersgruppe der 80- bis unter 85-Jährigen wurden 22.872 Personen gezählt. Weitere 20.366 Menschen waren zwischen 85 und unter 90 Jahre alt.
Regional betrachtet wurden die höchsten Quoten ausschließlich mit Pflegegeld versorgter Pflegebedürftiger im Landkreis Wittenberg mit 60,4 Personen je 1.000 Personen, im Landkreis Mansfeld-Südharz mit 58,1 sowie in der kreisfreien Stadt Dessau-Roßlau mit 57,3 erreicht. Der Landesdurchschnitt lag bei 48,9 Personen je 1.000 Einwohner.